Arbeitsschutz

Arbeitszeit, PSA, Unfallverhütung und vieles mehr
Arbeitsschutz

Der Arbeitgeber muss seinem Arbeitnehmer Arbeitsschutz auf Veranstaltungen gewähren. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich bei diesem Arbeitnehmer um eine Vollzeitkraft, Teilzeitkraft, Minijobber oder Leiharbeitnehmer handelt. Auch die Anzahl spielt keine Rolle.

Bezug des Arbeitsschutzes zu Veranstaltungen
Arbeitszeit | Scheinselbständigkeit | ANÜ | Hygiene | Koordination | Aushilfspersonal usw.

Die Anforderungen an den Arbeitgeber sind sehr hoch, und teilweise auch recht kostenintensiv. U.a. daher gibt es in der Branche auch so viele Freie Mitarbeiter:

Hier handelt es sich nicht um Arbeitnehmer, sondern um ganz “normale” Auftragnehmer, die im Rahmen eines Dienstvertrages tätig werden und (mehr oder weniger) für sich selbst verantwortlich sind. Hier ist aber besondere Vorsicht vor der Scheinselbständigkeit geboten!

Es gibt eine Vielzahl von Vorschriften aus dem Arbeitsschutz, z.B. …

  • Arbeitszeitgesetz,
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (= Arbeitszeiten für Minderjährige),
  • Baustellenverordnung,
  • Lastenhandhabungsverordnung,
  • Arbeitssicherheitsgesetz,
  • Arbeitsstättenverordnung,
  • Verordnung über die Persönliche Schutzausrüstung (PSA),
  • Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung,
  • und nicht zuletzt die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften, Regeln und Informationen.

Der Arbeitgeber muss bspw. auch bei der Auswahl seiner Mitarbeiter darauf achten, dass der jeweilige Mitarbeiter der zugedachten Tätigkeit gewachsen ist (§ 7 Arbeitsschutzgesetz).

Achtung!
Wenn der Arbeitgeber arbeitsschutzrechtliche Vorschriften nicht befolgt, handelt er ordnungswidrig (Bußgeld!). Wird durch die Nichtbeachtung der Vorschriften auch die Gesundheit eines Arbeitnehmers gefährdet, macht sich der Arbeitgeber sogar strafbar!

AUSGEWÄHLTE FAQ

Allgemeine Themen aus dem Arbeitsrecht wie z.B. Arbeitsvertrag, Minijober, Gehalt usw. finden Siedort.

Ab dem wievielten Arbeitnehmer muss der Arbeitgeber die Arbeitsschutzvorschriften beachten?

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In diesem Beitrag beschreibe ich die 4 wesentlichen arbeitsschutzrechtlichen Grundpflichten eines jeden Arbeitgebers, u.a. die Gefährdungsbeurteilung:

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Nicht nur den Arbeitgeber, sondern auch den Beschäftigten selbst treffen gesetzliche Mitwirkungspflichten zum Arbeitsschutz. Welche das sind, beschreibe ich in diesem Beitrag:

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Auf was der Arbeitgeber mit Blick auf die psychische Belastung seiner Mitarbeiter beachten muss, beschreibe ich hier:

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Wenn mehrere Arbeitnehmer zusammentreffen, muss der Arbeitgeber koordinieren – was muss er aber tun, wenn einer seiner Mitarbeiter ganz alleine an einem Arbeitsplatz arbeitet (z.B. eine Veranstaltung alleine aufbaut oder abbaut)?

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Das Arbeitszeitgesetz schreibt vor, wie lange man arbeiten darf, wie lange und wann man Pausen machen muss, wie viel freie Zeit zwischen zwei Arbeitstagen sein muss usw. In diesem Beitrag erkläre ich die (wenigen) Ausnahmen von den gesetzlichen Grundsätzen:

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Welche Ausnahmen gibt es, wenn man bspw. länger arbeiten möchte, als gesetzlich grundsätzlich erlaubt?

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Das Arbeitszeitgesetz schützt den Beschäftigten vor „zu viel Arbeit“. Für welche Beschäftigten gilt das Arbeitszeitgesetz aber nicht?

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Auch die Scheinselbständigkeit ist ein wichtiger Teil vom Arbeitsschutz: Ein vermeintlich Freier Mitarbeiter ist u.U. gar nicht „frei“, sondern eben nur zum Schein selbständig/frei – bei genauem Hinsehen aber letztlich doch ein normaler Arbeitnehmer. Die verschiedenen Kriterien, die bei der Differenzierung zwischen Frei und Scheinselbständigkeit helfen können, erkläre ich hier:

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Der Arbeitgeber muss auf Grundlage einer stetig anzupassenden Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung (s)ein Hygienekonzept umsetzen. Ziel muss dabei u.a. sein, nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Geschäftspartnern zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen umzusetzen und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren.

Der Vorteil dieses Modells: Unternehmen können Arbeitsschutz (bzw., sie sollten können…). Gefährdungsbeurteilungen bis hin zu Unterweisungen gibt es bereits, d.h. auf die vorhandenen Strukturen kann aufgebaut werden.

Maßnahmenkatalog

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales empfiehlt einen Maßnahmenkatalog:

1.) Technische Maßnahmen:

  • Arbeitsplatzgestaltung,
  • Sanitärräume, Kantinen und Pausenräume,
  • Lüftung,
  • Infektionsschutzmaßnahmen für Baustellen,
  • Homeoffice,
  • Dienstreisen und Meetings.

2.) Organisatorische Maßnahmen:

  • Sicherstellung ausreichender Schutzabstände,
  • Arbeitsmittel/Werkzeuge,
  • Arbeitszeit- und Pausengestaltung,
  • Aufbewahrung und Reinigung von Arbeitsbekleidung und PSA,
  • Zutritt betriebsfremder Personen zu Arbeitsstätten und Betriebsgelände,
  • Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle,
  • Psychische Belastungen durch Corona minimieren.

3.) Personenbezogene Maßnahmen:

  • Mund-Nase-Schutz und Persönliche Schutzausrüstung (PSA),
  • Unterweisung und aktive Kommunikation,
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge und Schutz besonders gefährdeter Personen.

EINZELNE STICHTWORTE

Hier finden Sie alle meine Beiträge speziell zu dem Stichwort „Arbeitszeit“:

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Hier finden Sie alle meine Beiträge speziell zu dem Stichwort „Scheinselbständigkeit“:

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ALLE BEITRÄGE ZUM ARBEITSSCHUTZ

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