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aus dem Eventrecht
Schutz von Eventkonzepten

Schutz von Eventkonzepten

Von Thomas Waetke 22. Januar 2010

Nachdem ich das sicherlich schon mehrere dutzend Male gefragt wurde:

Frage: Kann ich mein Veranstaltungskonzept, an dem ich stundenlang gesessen und gefeilt habe, schützen lassen?

Antwort: Nein.

Ich will keinem kreativen Eventler zu nahe treten, aber das Konzept müsste schon so dermaßen extrem gigantisch sein, damit es schützbar wäre. Allenfalls können einzelne Teile des Konzepts geschützt sein: Der Name, ein Slogan, einzelne Module, ein Logo, ein Bühnenbild usw. Umso mehr macht es Sinn, sich zu überlegen, ob man bspw. einen tollen Namen als Marke eintragen lassen könnte.

Ungeachtet dessen kann der Konzeptersteller natürlich mit seinem Gegenüber vereinbaren, dass das vorgestellte Konzept als urheberrechtlich geschützt gilt, dass also so getan wird, als sei das Konzept ein urheberrechtlich geschütztes Werk und somit das Urheberrechtsgesetz anwendbar. Sofern der Gegenüber das überhaupt unterschreibt, gilt diese Vereinbarung natürlich nur zwischen Konzeptersteller und Gegenüber, aber nicht gegenüber anderen unbeteiligten Personen.

By the way No 1: Im Extremfall kann der „Konzeptklau“ eine Straftat sein, da das Wettbewerbsrecht die „unbefugte Verwertung ihm anvertrauter Vorlagen zu Zwecken des Wettbewerbs oder aus Eigennutz“ nicht erlaubt ist (siehe § 18 UWG. UPDATE vom 07.05.2019: Die §§ 17-19 UWG gibt es nicht mehr, an ihre Stelle ist das sog. Geschäftsgeheimnisgesetz getreten).

Lesen Sie auch die News „Vorsicht bei der Preisgabe von Konzepten„.

By the way No 2: Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Konzept auch fremde Rechte verletzen könnten. „Einfach mal so“ ein Foto oder einen Namen zu verwenden, war noch selten eine gute Idee. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag „Das Urheberrecht im Pitch„.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Personengruppe am Flipchart: © contrastwerkstatt - Fotolia.com