Fahrgeschäfte

Karussell, Riesenrad und Co...
Fahrgeschäfte

Fahrgeschäfte sind bspw. Karusselle, Riesenrad, Autoscooter usw.

Durch die Tatsache, dass

  • sie an verschiedenen Orten auf- und abgebaut werde,
  • zumeist gewisse Kräfte und Dynamiken wirken,
  • ungeübte Personen die Geräte nutzen (= die Besucher),

ergeben sich besondere Risiken, weshalb es auch besondere Verantwortlichkeiten in den Regelwerken gibt:

Belehrte Person bei Fliegenden Bauten

Dazugehörige Vorschrift:


Sachkundige Person für den Auf- und Abbau technisch schwieriger Fliegender Bauten

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass technisch schwierige fliegende Bauten nur unter Leitung sachkundiger Aufsichtspersonen auf- und abgebaut und betrieben werden, die zusätzlich

  1. mindestens eine zweijährige Tätigkeit beim Auf- und Abbau von Fahrgeschäften nachweisen können und
  2. an einem hierzu von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten veranstalteten Seminar mit Erfolg teilgenommen haben.

“Technisch schwierige fliegende Bauten” in diesem Sinne sind:

  • Fahr- und Belustigungsgeschäfte, die mechanische, hydraulische oder pneumatische Hub- und Schwenkeinrichtungen haben oder überlagernde Bewegungen ausführen,
    • Dazu zählen nicht die Kinderfahrgeschäfte.
  • Fahr- und Belustigungsgeschäfte mit größeren Abmessungen oder besonderen Betriebsweisen,
    • Größere Abmessungen liegen vor bei Geschäften mit mehr als 300 m2 Grundfläche oder einer Höhe von mehr als 15 m.
    • Dazu zählen z.B. Riesenräder mit mehr als 14 Gondeln, Rundfahrgeschäfte mit sehr großem Hub des Drehwerkes (z. B. Zeppelin), Autoskooter, Riesenschaukeln.
  • Fahr- und Belustigungsgeschäfte, bei denen im Hinblick auf die Konstruktion besondere Anforderungen an Auf- und Abbau gestellt werden.
    • Besondere Anforderungen ergeben sich z. B. bei der Benutzung schweren Gerätes wie Hebezeuge oder Krane.

Der Auf- und Abbau von Artistengeräten hingegen ist von den Artisten selbst zu überwachen.

Dazugehörige Vorschrift:


Unterwiesene Person für den Fahr- und Bremsstand von Fahrgeschäften

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass jeder Fahr- und Bremsstand eines Fahrgeschäftes während des Betriebes dauernd mit einer unterwiesenen Person, die über 18 Jahre alt ist, besetzt ist.

Dazugehörige Vorschrift:

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Karussell und Riesenrad: © Thaut Images - Fotolia.com