Checkliste: Nach der Krise

Es ist etwas passiert - Was sollte man tun?
Checkliste: Nach der Krise

Nach der Krise

Mit dieser kurzen Checkliste wollen wir die juristisch ggf. wichtigen Punkte zusammenstellen, die man nach einem Notfall/Vorfall abarbeiten sollte. Zum Verständnis: Die Checkliste geht davon aus, dass die konkrete Gefahrenlage nicht mehr besteht.

Beachten Sie bitte, dass die Checklisten keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, da sie natürlich nicht jede in Betracht kommende Veranstaltungsart und Konstellation abdecken können. Sie beziehen sich nur auf einige rechtlich relevante Themen und ersetzen keine Rechtsberatung.

Wichtige Punkte nach der Krise / dem Ereignis:

1.) Wer muss informiert werden?

  • Geschäftsleitung/Vorstand
  • Vorgesetzte
  • Pressesprecher, Presseabteilung
  • Justitiar oder Rechtsanwalt
  • Versicherung (und zwar „unverzüglich“!)
  • Berufsgenossenschaft (bei Arbeitsunfällen)

2.) Wer kann ggf noch informiert werden? Aber: Vorher bitte prüfen!

  • Kollegen
  • Dienstleister (auch, um eine Wiederholung zu vermeiden bzw. damit diese Schutzmaßnahmen treffen können)
  • Kunde
  • Presse, soziale Medien

3.) Beweise sichern

  • Fotos oder Videos machen (speichern!)
  • Namen von potentiellen Zeugen notieren
  • Potentielle Zeugen bitten, das Gesehene/Gehörte aufzuschreiben, bestenfalls erhält man eine Kopie dieser Niederschrift
  • Abläufe notieren: Was ist wann passiert? Je genauer, desto besser (also nicht nur „am Dienstag“, sondern „Am Dienstag, 21.05.2019 um 15.30 Uhr“)
  • E-Mails und bisherige Korrespondenz sichern, das im Zusammenhang mit dem Geschehenen steht
  • Auch künftige Korrespondenz sichern, Gespräche notieren, die im Zusammenhang mit dem Geschehenen stehen

4.) An den Arbeitsschutz denken (insb. wenn man selbst in einer Vorgesetztenposition ist): Müssen Mitarbeiter ggf. ärztlich betreut werden?

5.) Wenn man selbst verantwortlich sein könnte:

  • Prüfen, ob man die Aussage verweigern sollte
  • Einen eigenen Anwalt einschalten
  • Eigene Versicherung informieren

6.) In die Zukunft schauen: Was kann/muss man künftig tun, um die Wiederholung eines solchen Vorfalls zu vermeiden?

7.) Ggf. Rechtsrat einholen und u.a. klären, wie man sich künftig verhalten soll (Äußerungen in Social Media, Äußerungen gegenüber den Ermittlungsbehörden usw.). Bestenfalls hat man das aber bereits vorher und vorsorglich geklärt!

Die Checkliste kann nicht jeden Einzelfall abbilden. Aber vielleicht hilft sie Ihnen; ich freue mich über Ergänzungsvorschläge und weitere Ideen. Schicken Sie mir eine E-Mail: info@eventfaq.de.

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