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aus dem Eventrecht

Wenn französische Bauern „Marketing“ machen…

Von Thomas Waetke 22. August 2011

In einem Supermarkt in Paris haben sich Bauern Zugang zur Lautsprecheranlage verschafft und eine Durchsage gemacht: „In den nächsten 10 Minuten ist alles gratis“. Daraufhin stürmten massenhaft Menschen den Markt und überrannten Kassen und verzweifelte Mitarbeiter. Die Bauern wollten damit gegen Preisdumping protestieren.

Dass auf solche Ideen nicht nur französische Bauern kommen, sondern auch Veranstalter, zeigt ein tragisches Beispiel aus dem russischen Jekaterienburg im Jahr 2009: Dort  kam ein Veranstalter auf die schlaue Idee, mittels einer Durchsage denjenigen Besuchern freien Eintritt zu versprechen, die es binnen 30 Minuten in die Location geschafft hätten. Das Ergebnis: 4 Tote und mehrere Verletzte aufgrund des Massenansturms auf die Tür.

2005 gab es im slowenischen Ljubljana 2 Tote, als der Veranstalter einer Weihnachtsparty seinen Besuchern bis 22 Uhr freien Eintritts und billigen Alkohol versprochen hatte. Kurz vor 22 Uhr drängten dann mehrere hundert Partywütige gegen den Eingangsbereich, zwei Jugendliche wurden zerquetscht.