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aus dem Eventrecht

Weihnachtsmarkt: Junge von Schlittenhund schwer verletzt

Von Thomas Waetke 3. Dezember 2014

Auf einem Weihnachtsmarkt in Himmelpfort (Brandenburg) ist ein Junge schwer verletzt worden, als er einen Schlittenhund streicheln wollte und dieser in den Kopf des Jungen biss.

Der Hund war am Gespann an einer langen Leine angeleint, der Besitzer war zum Unfallzeitpunkt gerade mit Aufbauarbeiten seiner Anlage beschäftigt, die erwachsene Begleitperson des Jungen stand gerade am Kassenhäuschen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen, und prüft, ob der Besitzer seine Aufsichts- und Fürsorgepflichten verletzt hat.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke

An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig es sein kann, den „offiziellen“ Beginn einer Veranstaltung festzulegen und (an alle Beteiligten) zu kommunizieren. Bis nicht alles aufgebaut, wie geplant fertiggestellt und etwaiges Aufsichtspersonal seine Positionen eingenommen hat, sollte eine Veranstaltung auch nicht eröffnet werden.

Gibt es bei der Veranstaltung keine verschließbare Abgrenzung wie eine Tür, z.B. eben wie auf einem Weihnachtsmarkt, dann sollte umso mehr darauf geachtet werden, dass Besucher nicht schon vor der Fertigstellung das Gelände bzw. die einzelnen Stände betreten können (Ob im geschilderten Fall die Anwesenheit des Hundebesitzers verhindert hätte, dass der Hund den Jungen beißt, sei dahingestellt).