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Vorschriften missachten? Versicherungsschutz ade!

Vorschriften missachten? Versicherungsschutz ade!

Von Thomas Waetke 29. Januar 2015

Wer gesetzeswidrig, vorschriftswidrig oder sonst pflichtwidrig handelt, risikiert seinen Versicherungsschutz. In einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Koblenz musste dies ein Kranführer schmerzhaft lernen: Er bugsierte mit seinem Teleskopkran eine Last auf der Baustelle, ohne aber den Arbeitsvorgang vollständig im Blick zu haben. So konnte er nicht sehen, ob die Ladung schräg stand, sich verkeilte oder ob es sonstige Probleme gab. Und die gab es durchaus:

Sein Kran nämlich beschädigte das Fahrzeug eines anderen Unternehmers. Die Betriebshaftpflichtversicherung versagte mit Verweis auf Ziffer 6.2. der Allgemeinen Versicherungsbedingungen den Versicherungsschutz. Zu Recht, so das Gericht: Der Kranführer hätte einen Einweiser dazu holen müssen, da er aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse eben nicht alles im Blick haben konnte.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Diese Konstellation gibt es ja oft: Der Stapler, der rangierende LKW beim Be- oder Entladen, die umhergetragene Leiter, der Teleskopkran wie hier geschehen und vieles mehr: Oftmals geben bspw. auch die Unfallverhütungsvorschriften vor, dass ein Einweiser oder ein Zweiter Mann dabei sein muss (z.B. § 12 DGUV Vorschrift 68).

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Rettungsring auf Wasser: © fotomek - Fotolia.com