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aus dem Eventrecht

Vor 25 Jahren: Ramstein erlebt die Katastrophe

Von Thomas Waetke 28. August 2013

Heute vor 25 Jahren ereignete sich in Ramstein das schwerste Unglück auf einer Flugshow, die von 350.000 Menschen besucht wurde: 70 Menschen sterben, ca. 1.000 werden teilweise schwer verletzt, als drei Maschinen einer italienischen Kunstflugstaffel kollidieren und eine Maschine brennend in die Zuschauermassen fällt.

Nach dem Unglück brach Chaos aus, Pläne für derartige Katastrophen hatte es seinerzeit keine gegeben. So irrten noch Stunden nach dem Unglück Fahrer durch die Region, die Verletzte mit ihrem Auto in ein Krankenhaus bringen wollten, da zu wenige Rettungsfahrzeuge zur Verfügung standen.

Heute findet eine Gedenkfeier statt. Eine Schadenersatzklage, die manche Angehörige von Opfern eingeleitet hatten, wurde 2003 wegen Verjährung der Ansprüche abgewiesen.

Der Bruder des Piloten, dem nach den Ermittlungsergebnissen die Schuld am Zusammenstoß gegeben wurde, da er zu niedrig geflogen sei, vermutet allerdings einen perfiden Mordkomplott hinter dem Unglück: Sein Bruder, der ein äußerst erfahrener Kunstpilot gewesen sei, hatte ermordet werden sollen, das Unglück war quasi eine ungewollte Eskalation: Der Bruder sollte damals wenige Tage nach der Flugshow bei einer Gerichtsverhandlung aussagen. Dort ging es um einen Flugzeugabsturz, der durch eine versehentlich fehlgeleitete Rakete des italienischen Militärs verursacht wurde, Flugprotokolle wurden gelöscht, der Pilot, dem beim Unglück in Ramstein das menschliche Versagen zugesagt wurde, sollte zu den Flugbewegungen aussagen.