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aus dem Eventrecht

Vier Verletzte bei Motorclub-Veranstaltung

Von Thomas Waetke 8. Juli 2011

Beim „Trecker Treck“ am vergangenen Wochenende am Wagrienring (Schleswig-Holstein) sind drei Zuschauer schwer, ein Helfer leicht verletzt worden, als bei einem Traktor Getriebe und Motor explodierten.

Trümmerteile flogen bis zu 45 Meter hinter die Absperrungen in die Besuchermenge. Beim Trecker Treck treten Traktoren gegeneinander an und ziehen tonnenschwere Gewichte hinter sich her.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Der Veranstalter würde hier allenfalls dann haften, wenn er bspw. keinen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen „Rennstrecke“ und Besucher gebracht hätte. Ungeachtet dessen ist der Veranstalter „nur“ verpflichtet, das Erforderliche und Zumutbare zu tun, um Schäden zu verhindern.

Er muss also nicht alles Erdenkliche und Mögliche tun und sich nicht gegen alle theoretisch denkbaren Vorkommnisse wappnen. Es wäre also zu fragen, ob der Veranstalter bei solch einer Veranstaltung damit rechnen muss, dass Getriebe und Motor explodieren und Trümmerteile derart weit geschleudert werden könnten. Würde bspw. die Erfahrung zeigen, dass so etwas auf jeder Veranstaltung dreimal passiert, dann sind die Anforderungen an die Sicherheitsmaßnahmen höher, als wenn solch ein Unfall bisher gar nicht oder nur extrem selten passiert ist. Mit einem gewissen Restrisiko muss also auch der Besucher von solchen Veranstaltungen rechnen.

Der veranstaltende Motorclub hat erklärt, er habe alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten.