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aus dem Eventrecht

Versprechungen nicht eingehalten: 2 Jahre Haft

Von Thomas Waetke 17. Mai 2013

Der Bauunternehmer Richard Lugner hatte sich Prominenz und Prunk erhofft, und war dabei einer 29-jährigen Veranstaltungskauffrau auf den Leim gegangen.

Die Veranstaltungskauffrau hatte sich als Inhaberin einer internationalen Agentur ausgegeben und lockte mit vermeintlichen Kontakten zu Prominenten aus den USA, konkret bot sie an, Halle Barry zu bekommen. Lugner zahlte daraufhin 150.000 Euro an sie. Nachdem er immer weiter vertröstet wurde und dann feststand, dass sich angebliche Agenturchefin ihre Versprechungen nicht würde halten können, forderte er das Geld wieder zurück. Sie fälschte nun noch Überweisungsbelege, um Zeit zu gewinnen.

Keine Halle Barry, und das Geld ist weg.

Die Veranstaltungskauffrau wurde nun vom Amtsgericht Emmendingen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und zu 400 Arbeitsstunden für eine gemeinnützige Einrichtung verurteilt. Auf einen zivilrechtlichen Schadenersatz scheint Lugner verzichtet zu haben, da bei seiner ehemaligen „Geschäftspartnerin“ wohl ohnehin nichts mehr zu holen sei.