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aus dem Eventrecht

Versicherung: Vorsicht bei der Kalkulation

Von Thomas Waetke 11. April 2013

Im Rahmen der Kalkulation für die Kostenposition „Versicherung“ gibt es eine Besonderheit:

Schließt der Veranstalter bspw. eine Haftpflichtversicherung für seine Veranstaltung ab, bekommt er vom Versicherer eine Rechnung, die eine Steuer von 19% ausweist. Aber Vorsicht: Es handelt sich hier nicht um die Umsatzsteuer, sondern um die Versicherungsteuer.

Das Besondere an der Versicherungsteuer:

Während der Unternehmer die investierte Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuer- abzuges „wiederbekommt“, ist das bei der Versicherungsteuer nicht der Fall.

Soll heißen:

Der Unternehmer kann die Kosten bspw. für die Miete der Bühne durchaus netto kalkulieren, da die auf die Miete entfallende Umsatzsteuer für den vorsteuerabzugs- berechtigten Unternehmer ein Durchlaufposten ist: Er muss zwar den Bruttobetrag zahlen, sein vermögen wird aber letztlich nur durch den Nettobetrag vermindert: Dieser Nettobetrag ist die Betriebsausgabe.

Dieser Vorsteuerabzug funktioniert bei der Versicherungsteuer nicht: Hier muss man in der Kalkulation also die Kosten der Versicherung und die Versicherungsteuer als Gesamtausgaben einstellen, und nicht nur den „Nettobetrag“ der Versicherungskosten.

Hinweis: Die Veranstalterhaftpflichtversicherung ist umsatzsteuerbefreit (§ 4 Nr. 10 UStG).