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aus dem Eventrecht

Verletzte nach WM-Party

Von Thomas Waetke 23. Juni 2010

Nach dem WM-Fußballspiel Deutschland-Serbien kam es bei einem Public Viewing in Hessen zu einer Schlägerei unter 20 Besuchern. Zuvor war ein betrunkener Besucher über abgestellte Fahrräder gestolpert, es kam dann zum Streit, der in einer Schlägerei eskalierte.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Ganz allgemein: Der Veranstalter auch eines Public Viewings muss im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflichten das Zumutbare und Erforderliche unternehmen, um Schaden von seinen Besuchern fern zu halten. Durch die Ausgabe von Alkohol steigen typischerweise die Anforderungen an das „Zumutbare und Erforderliche“. Durch die bekanntermaßen rasch hochkochende Stimmung beim Fußballspiel steigen die Anforderungen ebenfalls.

Prüfen Sie bei Ihren Veranstaltungen, ob …

  • ein Sicherheitsdienst erforderlich bzw. vorhanden ist,
  • wie der Sicherheitsdienst ausgebildet und ausgestattet ist,
  • ausreichend Personal zur Verfügung steht,
  • auch eigenes Personal für den Notfall eingewiesen ist,
  • geregelt ist, wer wann die Polizei usw. alarmiert,
  • die Polizei usw. schnell Zugang zum Gelände erlangen kann (und nicht lange suchen muss, sondern durch das Personal eingewiesen wird) usw.