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aus dem Eventrecht

Verletzte im Disneyland Paris

Von Thomas Waetke 28. Mai 2011

Im Disneyland Paris wurden 5 Besucher verletzt, als ein Teil eines künstlichen Felsens in einen Wagen stürzte. Ein Besucher musste mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden, da er schwere Kopfverletzungen erlitt.

Der Unfall ereignete sich bereits an Ostern.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Der Parkbetreiber ist, ebenso wie ein Veranstalter, für die Einhaltung der Verkehrssicherungspflichten verantwortlich. Er muss das Zumutbare und Erforderliche unternehmen, um Schaden von seinen Besuchern fernzuhalten.

Wenn er künstliche Dekorationselemente über den Köpfen der Besucher anbringt, muss er diese so absichern, dass ein Absturz unter normalen Umständen ausgeschlossen ist. Ggf. ist er auch verpflichtet, die Sicherungen und die Dekorationen regelmäßig zu überprüfen.

Ansatzpunkte für ein Gericht, das das Verschulden des Betreibers prüfen würde, können sich z.B. ergeben aus:

Nur dann wird man ihm keinen Fahrlässigkeitsvorwurf machen können mit der Folge, dass er auch nicht haften würde müssen (siehe auch § 836 Abs. 1 Satz 2 BGB).

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