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aus dem Eventrecht

US-Präsidentschaftskandidat im Auge des Tigers

Von Thomas Waetke 2. Februar 2012

Anscheinend ohne Genehmigung der Band hat der US-Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich den Hit „Eye of the Tiger“ bei seinen Wahlkampfauftritten eingesetzt. Die Band Survivor hat nun vor, den Kandidaten deswegen zu verklagen.

Die Band wird dabei sicherlich auf tiefstes Verständnis des Herrn Präsidentschaftskandidaten stoßen, hat dieser doch sich bisher für ein hartes Durchgreifen bei Urheberrechtsverletzungen stark gemacht. :-P

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Tatsächlich ist es so, dass derjenige, der fremde urheberrechtlich geschützte Werke nutzen möchte, den Rechteinhaber um Erlaubnis fragen muss. Wenn also bspw. in Deutschland ein Song auf einer (Wahl-)Veranstaltung gespielt wird, dann muss der Urheber bzw. der Rechteinhaber gefragt werden. Soweit der Urheber (= Komponist) Mitglied bei der GEMA ist, muss die GEMA gefragt werden.

Wenn Musik eines ausländischen Komponisten gespielt wird, gehen die Zahlungen trotzdem an die GEMA, da diese Verträge mit den ausländischen Verwertungs- gesellschaften geschlossen hat: Bei Verwertung in Deutschland geht das Geld an die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA, die dann die Einnahmen entsprechend weiterverteilt.