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aus dem Eventrecht

Urteil: Bei „all inclusive“ ist lauter Streit im Suff „typisch“

Von Thomas Waetke 9. Oktober 2013

Wer sich streitet und dabei Lärm macht, fliegt raus? Nicht so beim all-inclusive-Urlaub und vor allem nicht, wenn die Sache beim Amtsgericht Viersen landet.

Das Amtsgericht Viersen hatte sich mit einer etwas kuriosen Klage zu beschäftigen: Ein Paar hatte eine Reise ins Ausland gebucht, und zwar „all inclusive“. Dem „inklusive“ kam das Paar dann auch gewissenhaft nach und konsumierte fleißig alkoholische Getränke. Bei einem Streit zwischen den beiden wurden es so laut, dass das Hotelpersonal sie aus dem Hotel warf. Das Paar brach daraufhin die Reise ab und forderte einen Teil des Geldes wieder zurück.

Das AG Viersen gab nun der Klage statt: Wer eine all-inclusive-Reise anbiete, stelle damit Speisen und Getränke, auch alkoholische Getränke, unbegrenzt zur Verfügung. Wenn sich dann ein Gast betrinke und es alkoholbedingt zu einem lautstarken Streit mit der Reisebegleitung führe, sei das als „typisches Reiseverhalten“ hinzunehmen.