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aus dem Eventrecht

Unfall beim Marathon

Von Thomas Waetke 15. Oktober 2012

Beim RheinEnergie Marathon in Köln ist am Sonntag ein kleiner Junge verletzt worden, als ein Handbiker in die Zuschauer fuhr. Der Fahrer kollidierte zuvor mit einem Mann, der die abgesperrte Rennstrecke überquerte. Alle Beteiligten wurden in ein Kranken- haus gebracht.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Ansprüche gegen den Veranstalter dürfte es hier wohl nicht geben. Der Veranstalter muss Sportler und Zuschauer mit den erforderlichen und zumutbaren Mitteln schützen. Dass ein Zuschauer unbefugt die Absperrung überwindet und es dadurch zu einem Unfall kommt, fällt normalerweise nicht in den Verantwortungsbereich des Veranstalters: Gegen Manipulationen der normalen Sicherheitsvorkehrungen muss der Verkehrssicherungspflichtige im Regelfall keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Anders wäre es nur, wenn der Mann, der die Straße überquert hat, gar nicht hatte erkennen können, dass die Straße gerade eine Rennstrecke ist. Allerdings wird man ihm auch dann vorwerfen können, die gebotene Sorgfalt nicht beachtet zu haben, da die Straße ja auch bei normalen Verkehr nicht einfach blind überquert werden kann.