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aus dem Eventrecht

Unfall auf Kirmes kein Dienstunfall

Von Thomas Waetke 7. Oktober 2010

Das Verwaltungsgericht Gießen hat gestern entschieden, dass ein Hörschaden durch einen Knall durch eine Knallkanone während des Besuchs auf einem Kirmesumzug kein Dienstunfall für die verletzte Lehrerin ist.

Die Lehrerin nahm an dem Umzug des Födervereins teil, um dem Förderverein für seine Arbeit zu danken. Das Verwaltungsgericht entschied nun, dass ein Dienstunfall hier nicht vorläge, da die Teilnahme an dem Kirmesumzug nicht den erforderlichen engen Zusammenhang mit der Dienstausübung aufweise. Außerdem habe es sich nicht um eine dienstliche Veranstaltung gehandelt . Der Kirmesumzug gehöre nicht in den organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Wie hier im öffentlichen Dienstrecht kommt es auch im normalen Arbeitsrecht öfter zum Streit, wenn ein Arbeitnehmer auf einer Veranstaltung verletzte wurde, die in einem Zusammenhang zur Arbeitsstelle steht. Handelt es sich um einen Arbeitsunfall, dann greift die gesetzliche Unfallversicherung ein. Dies hat im Vergleich zur Krankenversicherung den Vorteil, dass neben den Behandlungskosten auch Renten für den Invaliditätsfall bezahlt werden.

Wann liegt eine Betriebsveranstaltung vor? Lesen Sie dazu den eventfaq-Kommentar zu unserer News vom 22.09.2010 Elefant verletzt 2 Gäste.