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aus dem Eventrecht

Umsatzsteuer auf Werbeleistungen in der Schweiz

Von Thomas Waetke 3. Februar 2014

Das Steuerrecht ist vermutlich genauso beliebt wie die Pest. Dennoch muss sich der Veranstalter mit dem Thema auseinandersetzen, und gewisse Grundfragen sollte er kennen, da sich Fehler schnell sehr teuer auswirken können. Eine solche Frage kann sein, ob und wie Leistungen, die ein deutscher Unternehmer im Ausland erbringt, mit der Umsatzsteuer belegt werden müssen.

In dem vom Oberlandesgericht Hamm nun entschiedenen Fall hatte ein Unternehmen, bei dem eine Fußballmannschaft spielte, sich verpflichtet, für einen schweizerischen Tourismusverband Werbung zu machen. Das deutsche Unternehmen stellte eine Rechnung an die Schweizer, die diese auch zahlten – allerdings nur den Nettobetrag ohne Umsatzsteuer.

Es ging dann um die Frage, ob der Tourismusverband an das deutsche Unternehmen auch die deutsche Umsatzsteuer zahlen muss.

Das Oberlandesgericht Hamm verneinte dies: Selbst das deutsche Unternehmen müsse in Deutschland keine Umsatzsteuer zahlen, weil es maßgeblich auf die in der Schweiz zu versteuernden Werbeleistungen ankomme, und nicht auf die in Deutschland stattfindenden Sportveranstaltungen.