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aus dem Eventrecht

Ulm: Gäste durch Glastüre verletzt

Von Thomas Waetke 27. Februar 2014

Bei einer privaten Party in Ulm sind heute morgen zwei Personen verletzt worden, nachdem ein Gast durch eine Glastüre gestolpert und ein zweiter sich an den Glasscherben geschnitten hatte. Nachdem es daraufhin auch noch zu einem Streit kam, musste die Polizei einschreiten, und entdeckte dabei gleich noch eine per Haftbefehl gesuchte Person auf der Party. Kann der Veranstalter für den Unfall mit der Glastüre verantwortlich gemacht werden?

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Auch der Veranstalter von privaten Veranstaltungen ist verkehrssicherungspflichtig: Auch er ist verantwortlich dafür, das Erforderliche und Zumutbare zu unternehmen, dass seine Gäste nicht verletzt werden.

Hier wäre zu prüfen, ob die Glastüre den baulichen Anforderungen an eine Glastüre im Privatbereich genügte. Dazu gehört dann bspw. auch, dass man die Glastüre als Türe erkennen kann, wenn sie geschlossen ist.

Wenn ja, dann ist der Veranstalter erstmal aus der Schusslinie, da dem durchschnittlich aufmerksamen Gast nicht entgegen dürfte, dass man eine Glastüre öffnet, bevor man hindurch geht.

Im öffentlichen Bereich gibt es Vorschriften im Baurecht, nach denen der Verantwortliche bspw. halbtransparente Aufkleber auf dem Glas anbringen muss, um damit überhaupt erst einmal die Glasscheibe als Hindernis deutlich zu kennzeichnen.