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aus dem Eventrecht

26/10 Twitter-Nutzer haftet für Links

Von Thomas Waetke 21. April 2010

Erstmals hat gestern ein deutsches Gericht das Thema Twitter und Linksetzung behandelt: Twitter wird in der Werbung immer mehr zu einem beliebten Marketinginstrument: Das Landgericht Frankfurt/Main hat gestern entschieden, dass der Twitter-Nutzer für die von ihm gesetzten Links auf rechtswidrige Inhalte haftet – genauso wie auch der Webseitenbetreiber (siehe hier).

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Bisher waren sich die Gerichte bzgl. von Webseiten insoweit einig, dass derjenige Betreiber auch dann haftet, wenn er auf rechtswidrige fremde Seiten verlinkt – wenn er sich diese fremden Seiten zu eigen macht. Dies ist dann der Fall, wenn der Durchschnittsuser davon ausgeht, dass die fremden Links irgendwie zur Webseite des verlinkenden Betreibers gehören und er es sich durch das Verlinken nur einfacher machen möchte, um den Text nicht nochmal selbst auf seine Homepage zu setzen.

Nun muss auch der Twitterer vorsichtig sein, wenn er über seinen Account (und eben nicht von seiner Homepage aus) auf fremde Seiten verlinkt. Allerdings ist es bei Twitter verhältnismäßig leicht, sich unter falschem Namen anzumelden, so dass man den Account-Inhaber nicht so leicht aufspüren kann wie einen Homepagebetreiber.

Lesen Sie auch unseren News-Beitrag “Nutzung von Markennamen als Keywords” (hier) und ein BGH-Urteil zum Thema “zu-eigen-machen” auf unserer Kanzleihomepage (hier).