Treuhand für Mieten und Honorare

Gelder in der krise parken!
Treuhand für Mieten und Honorare

Sie sollen einen Vorschuss bezahlen, wollen aber Ihr Geld nicht aus der Hand geben? Oder Sie wollen einen Vorschuss haben, um hinterher nicht leer auszugehen?

Der Partner, der Geld haben will:

  • Der Vermieter
  • Die Eventagentur
  • Der Berater
  • Das Hotel
  • Der Messebauer
  • Der Techniker

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie schnell es Streit über Geld geben kann: Fällt die Veranstaltung aus welchen Gründen auch immer aus, behauptet der eine, es läge an Höherer Gewalt, und der andere besteht auf Zahlung der Stornopauschale.

Anders gesagt:

  • Derjenige, der laut Vertrag Geld zahlen soll, hat ein Interesse daran, erst nach Leistungserbringung zu bezahlen.
  • Derjenige, der laut Vertrag Geld bekommen soll, hat ein Interesse, möglichst viel Geld möglichst früh zu bekommen.

Der Partner, der bezahlen muss:

  • Der Mieter
  • Der Veranstalter
  • Der Auftraggeber
  • Der Lizenznehmer
  • Der Aussteller
  • Der Teilnehmer

DIE LÖSUNG

Das Treuhandkonto.

Wir kooperieren mit einem Anwaltskollegen, der für die Verwahrung des Geldes sein sog. “Anderkonto” zur Verfügung stellt, das alle Anwälte haben (müssen).

Wir erstellen den Treuhandvertrag, der zwischen 3 Parteien geschlossen wird: Dem Schuldner, dem Gläubiger und dem Treuhänder.

In diesem Vertrag wird klar geregelt, wer wann das Geld erhält: Nämlich dann, wenn beide Vertragspartner dem Treuhänder das grüne Licht zur Zahlung geben oder wenn ein rechtskräftiges Urteil vorhanden ist, das bestimmt, wem das Geld zusteht.

Ihr Vorteil:

So ist das Geld sicher – für beide Vertragspartner!

Wir haben den Treuhandvertrag so gestaltet, dass das beim Treuhänder verwahrte Geld “insolvenzfest” ist – egal, ob welcher Vertragspartner insolvent werden würde. D.h. das Geld bekommt in jedem Fall einer der beiden ausbezahlt.

Der Vertragspartner, der laut Vertrag die Zahlung verlangen kann, bekommt zwar zunächst kein Geld – denn das hat der Treuhänder. Sollte es später so sein, dass er einen Anspruch auf die vertragsgemäße Bezahlung hat (z.B. weil die Veranstaltung planmäßig stattgefunden hat), bekommt er das Geld vom Treuhänder ausbezahlt. Er hat also kein Risiko, dass er zunächst auf eine Vorkasse verzichtet und später der Zahlungspflichtige in die Insolvenz gegangen ist und er damit leer ausgehen würde.

Der zahlungspflichtige Vertragspartner gibt zwar sein Geld aus der Hand, aber nur an den Treuhänder. Der Treuhänder verwahrt das Geld. Sollte es später dazu kommen, dass der zahlungspflichtige Vertragspartner einen Anspruch auf Rückzahlung hat, bekommt er das Geld vom Treuhänder zurück. Er hat also kein Risiko, dass der Empfänger zwischendurch in die Insolvenz gegangen ist und das normalerweise erhaltene Geld nicht mehr zurückzahlen könnte.

EIN BEISPIEL

Ein Veranstalter mietet einen Raum in einem Hotel. Beide schließen einen Mietvertrag. Die Miete beträgt 25.000 Euro. Das Hotel verlangt einen Vorschuss, weil es Sorge hat, dass der Veranstalter nachher nicht bezahlt. Der Veranstalter hat aber Sorge, sein Geld früh aus der Hand zu geben, weil er ihm nachher ggf. hinterherlaufen müsste.

Beide einigen sich auf die treuhänderische Verwaltung: Es wird ein Treuhändervertrag geschlossen. Der Veranstalter zahlt (ggf. in Raten) auf das Treuhänderkonto, der Treuhänder bestätigt beiden Vertragspartnern den Zahlungseingang.

Je nachdem, was danach passiert, handelt der Treuhänder – so, wie es in unserem Treuhändervertrag zuvor miteinander vereinbart wurde:

Wenn die Veranstaltung stattfindet und es keine Mängel gibt, ist alles in Ordnung. Der Veranstalter gibt dem Treuhänder grünes Licht zur Auszahlung der 25.000 Euro.

Die Veranstaltung findet nicht statt, da eine neue Corona-Verordnung sowohl die Veranstaltung als auch den Betrieb einer Veranstaltungsstätte ausdrücklich verbietet. Vereinbarungsgemäß liegt nun für beide Seiten Höhere Gewalt vor. Das Hotel erteilt dem Treuhänder grünes Licht, dass er die 25.000 Euro wieder an den Veranstalter zurückbezahlt.

Der Veranstalter sagt die Veranstaltung ab und behauptet, die Durchführung der Veranstaltung sei ihm nicht möglich. Die Vertragspartner einigen sich auf 2/3 der im Mietvertrag vereinbarten Stornopauschale. Der Veranstalter erteilt dem Treuhänder grünes Licht zur Auszahlung von 16.666,66 Euro an das Hotel; das Hotel erteilt dem Treuhänder im Gegenzug grünes Licht, die restlichen 8.333,33 Euro an den Veranstalter zurück zu bezahlen.

Die Veranstaltung wird abgesagt, und die Vertragspartner streiten sich über den Grund. Man kann sich außergerichtlich nicht einigen, die Sache geht vor Gericht. Das Landgericht entscheidet für den Veranstalter, das Urteil wird rechtskräftig. Der Veranstalter übermittelt dem Treuhänder das rechtskräftige Urteil, woraufhin der Treuhänder die verwahrten 25.000 Euro an den Veranstalter zurückerstattet.

Der Treuhändervertrag

In dem Treuhändervertrag werden die denkbaren Konstellationen vorab geregelt, z.B.:

  • Welcher Vertragspartner soll welchen Betrag bis zu welchem Termin bezahlen?
  • Wann soll der Treuhänder welchen Betrag an welchen Vertragspartner auszahlen?
  • Wer ist auf Seiten der Vertragspartner befugt, dem Treuhänder Anweisungen zu geben?
  • Was passiert mit dem Geld, wenn einer oder beide Vertragspartner zum Auszahlungstermin nicht mehr “vorhanden” sind (bspw. durch Auflösung oder Betriebsschließung)?
  • Wer trägt die Kosten der Treuhand?
  • Soweit sich die Vertragspartner einig sind, empfehlen wir zugleich die Regelung weiterer Punkte (soweit nicht bereits im Mietvertrag geregelt), z.B.:
    • Welches Ereignis definieren die Vertragspartner als Höhere Gewalt?
    • Welche Rechtsfolgen soll die Höhere Gewalt auslösen?
    • Kann der verwahrte Betrag geteilt oder verrechnet werden?
    • Wenn in unserem Beispiel oben der Veranstalter absagt und sich auf drohende Unmöglichkeit beruft: Wer muss was beweisen? Welcher Zeitpunkt ist für die Bewertung der Unmöglichkeit maßgeblich?

Den Treuhändervertrag erhalten Sie von uns. Er ist fair und transparent ausgestaltet, denn das Ziel ist ja ein schneller, vernünftiger Kompromiss. Alle Klauseln erhalten eine Erläuterung, damit beide Seiten wissen, was sie unterschreiben und nicht auch noch die andere Seite Geld in einen/ihren Anwalt investieren muss, der den Vertrag prüft. Sinnvollerweise können dann unsere Kosten geteilt werden, oder jeder Vertragspartner trägt seine Kosten selbst.

Sie und Ihr Vertragspartner wissen vorher, was alles kostet: Was kostet der Treuhandvertrag? Was kostet der Notar? Was kosten Verzögerungen? Was kostet eine Teilauszahlung?

SIE HABEN INTERESSE? JETZT INFORMIEREN!

Dann schreiben Sie eine E-Mail an info@eventfaq.de.

FAQs

Unser Angebot sieht 4 Beteiligte vor: Sie, Ihr Vertragspartner, wir als anwaltliche Berater, und einen Treuhänder.

Warum verwalten wir nicht das Geld direkt? Zwar haben wir als Rechtsanwälte auch ein sog. Anderkonto – allerdings verbietet das Berufsrecht aus verschiedenen (siehe bspw. § 3 oder § 4 BORA) uns Anwälten die Fremdgeldverwahrung, wenn wir selbst schon in der Sache tätig sind (wie hier mit der Vertragserstellung). Da wir alles “sauber” machen wollen, wollen wir uns auch auf keine Experimente einlassen: Daher gibt es als vierten Beteiligten den Treuhänder. Wir bekommen vom Treuhänder auch keinerlei Provision oder Vorteile, umgekehrt er von uns auch nicht. Sie können übrigens auch selbst einen anderen Treuhänder bestimmen.

Sie müssen aber zur Vertragsunterzeichnung nicht nach Karlsruhe kommen, das geht alles per Post bzw. per Mail.

Für diese Kosten gibt es gesetzlich festgelegte sog. Hebesätze (§ 149 Kostenordnung):

  • 1,0 % bis zu einer verwalteten Summe von 2.500 Euro
  • 0,5 % bei einer verwalteten Summe von 2.501 bis 10.000 Euro
  • 0,25 % bei einer verwalteten Summe ab 10.001 Euro

Dabei wird der Betrag gestaffelt berechnet:

Ein Beispiel
Der Mieter soll laut Mietvertrag 25.000 Euro Miete bezahlen, das Geld wird vereinbarungsgemäß auf das Treuhänderkonto einbezahlt. Dieser berechnet wie folgt:

  • Für die ersten 2.500 Euro fallen 1 % an = 25 Euro.
  • für den Teil zwischen 2.501 bis 10.000 Euro fallen 0,5 % an = 37,50 Euro
  • und für den Teil ab 10.001 bis 25.000 Euro fallen 0,25 % an = 37, 50 Euro.

D.h. es fällt für die Verwahrung der Miete von 25.000 Euro eine Gebühr von 100 Euro netto an.

Hinzu kommen noch die Kosten für unsere Tätigkeit, das ist die Vertragsgestaltung für den Treuhandvertrag und die Beratung.

Zu den Kosten des Notarkontos kommen noch unsere Kosten.

Diese teilen wir wie folgt auf:

1.) Kosten für den Vertrag und die Einleitung der Treuhand

Diese Kosten pauschalieren wir. Je höher der Wert der Treuhand, desto höher die Kosten für den Vertrag. Dabei orientieren wir uns an den Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und berechnen davon eine sog. 0,4 Geschäftsgebühr.

Ein Beispiel
Wie im Beispiel bei den Kosten für das Treuhänderkonto gehen wir von einer Mietzahlung von 25.000 Euro aus. Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ergeben sich Kosten von 315 Euro netto für den Vertrag.

Eine Berechnung bei anderen Werten können Sie über den Kalkulator des Anwaltsverein vornehmen:

  • Geben Sie unter “Streitwert” den Wert der Hinterlegung/Treuhand ein.
  • Entfernen Sie den Haken bei “gerichtliche Vertretung” = so dass nur noch der Haken bei “außergerichtliche Vertretung” bleibt.
  • Ersetzen Sie in der Zeile “Geschäftsgebühr” die Zahl “1,3” durch eine “0,4”.

In dieser Pauschale ist dann enthalten:

  • Das Vertragsmuster als Word-Dokument (Achtung: Nur zu einmaligen Verwendung durch Sie),
  • Die Einleitung der Treuhand, d.h. wir verknüpfen Sie mit dem Treuhänder, auf dessen Konto Sie oder Ihr Vertragspartner das Geld einbezahlen.

2.) Plus ggf. Kosten für die Beratung

Unser Vertragsmuster ist also solcher dann für Sie bereits nutzbar. Wenn Sie aber weitere Fragen oder Wünsche haben, berechnen wir diesen Aufwand nach dem Zeitaufwand mit einem Stundensatz von 270 Euro netto.

Wenn Sie Interesse haben, bekommen Sie von uns ein Angebot. Aus diesem Angebot gehen die Kosten hervor.

Wir besprechen dann den Treuhandvertrag mit Ihnen. Entweder Sie oder wir übermitteln diesen dann auch Ihrem Vertragspartner.

Wenn sich beide Vertragspartner einig sind, involvieren wir den Treuhänder, da auch er den Vertrag unterschreiben muss. Jeder, also Sie, Ihr Vertragspartner und der Treuhänder bekommen dann ein Exemplar des Vertrages. Wir benennen Ihnen den Treuhänder natürlich vorab (ein Anwaltskollege), Sie können aber auch selbst einen anderen Treuhänder bestimmen.

Im Vertrag wird u.a. festgelegt, wer wann wieviel bezahlen muss.