News + Aktuelles

aus dem Eventrecht

Tote bei Panik in Kenia-Stadion

Von Thomas Waetke 25. Oktober 2010

Bei einem Fußballspiel der 1. Liga in Kenia sind bei einer Panik im Eingangsbereich 7 Besucher getötet und ca. 30 verletzt worden.

Während das Spiel bereits lief, drängten vor dem Eingang noch immer mehrere Besucher ins Stadion. Darunter befanden sich offenbar auch viele Personen ohne Eintrittskarte, die aber nicht kontrolliert worden sein soll. Die Menge drängte gegen das Eingangstor, bis dieses unter dem Druck plötzlich nachgab, vermutlich wurden die Toten niedergetrampelt.

Nach Angaben eines Arztes vor Ort soll das Durchkommen der Rettungskräfte am Haupteingang durch die Menschenmassen erheblich erschwert worden sein, zumal das hierfür vorgehesene Notfalltor abgeschlossen war.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Das Unglück erinnert an die Loveparade in Duisburg, das sich ebenfalls vor dem eigentlichen Eingang zugetragen hat. Oftmals richtet sich das Sicherheitskonzept (sofern überhaupt vorhanden) nur auf die Veranstaltung und die Enfluchtung der Veranstaltungsstätte, und weniger auf das Vorfeld.

In  der deutschen MVStättV gibt es bzgl. Fußballstadien eigene Regelungen, so bspw. in den § 26 bis 30 MVStättV. Bezüglich des Notfallzuganges schreibt § 30 Absatz 3 MVStättV eine eigene Zufahrt in das Stadion vor. Presseberichten zufolge soll es in Kenia ähnliche Vorschriften geben.

Man sieht, dass die besten Vorschriften nicht weiterhelfen, wenn der verantwortliche Mensch sie nicht umsetzt.