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Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltungen (Nr. 6):

Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltungen (Nr. 6):

Von Thomas Waetke 9. April 2013

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, seine eigene Veranstaltung sicher zu machen. Wir haben in unserer neuen Serie „Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung” bereits ein paar Tipps gegeben. Hier nun ein weiterer Baustein für Ihre sichere Veranstaltung:

Akzeptanz der Rechtslage.

Wenn etwas im Gesetz drin steht, dann steht es dort tendenziell nicht zum Spaß oder weil der Gesetzgeber irgendwie das Gesetz mit Buchstaben befüllen wollte: Eine gesetzliche Vorschrift ist zum Einhalten da.

Wer diesen Grundsatz nicht akzeptiert, braucht sich nicht wundern, wenn ihm ein Richter auf die Finger klopft.

Natürlich muss man zunächst einmal wissen, dass es die Vorschrift XY gibt, ansonsten fällt es schwer, sich daran zu halten. Aber: Nichtwissen schützt nicht vor Strafe, wie es so schön heißt! Die besten Sprüche:

  • Das war schon immer so.
  • Es ist noch wie was passiert.
  • Bei uns ist alles sicher.
  • Ich habe 20 Jahre Erfahrung.

Und:

  • Wenn ich alle Vorschriften einhalten müsste, könnte ich die Veranstaltung nicht machen.

Ja, … und? Vorschriften sind ja dazu da, dass man sie einhält. Wer das nicht kann, sollte auch die Finger von der Veranstaltung lassen. Wenig Geld, wenig Zeit und wenig Lust sind schlechte Wegbegleiter.

Allgemein kann man sagen:

  • Nur, weil man 20 Jahre lang Veranstaltungen gemacht hat, heißt das nicht, dass man alles richtig gemacht hat.
  • Nur, weil 20 Jahre nichts passiert ist, heißt das nicht, das künftig auch nichts passiert.

Und:

  • Es gibt keinen Bestandsschutz für Veranstaltungen: Wenn eine Veranstaltung nicht gesetzeskonform ist, ergibt sich aus langjähriger rechtswidriger Durchführung kein Bestandsschutz bzw. kein Gewohnheitsrecht.

Es darf auch für Eventagenturen oder Berater nicht darum gehen, die Veranstaltung irgendwie durchzudrücken, Behörden zu überreden oder Bedenkenträger loszuwerden.

Vorschriften sind zum Einhalten da. Nur in gewissen (gesetzlich vorgegebenen) Grenzen darf man Vorschriften „umgehen“. Wenn das Gesetz aber keine Ausnahme zulässt, darf man die Vorschrift nicht ignorieren, auch nicht mit „jahrelanger Erfahrung“.

Wenn man sich damit abfindet, dass nicht jede gerne gewollte Veranstaltung auf Teufel komm raus stattfinden muss, wenn sie nicht rechtskonform ist, dann ist das schon einmal die beste Grundlage für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (zumindest für die, die dann „übrig bleibt“).

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