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aus dem Eventrecht

Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (Nr. 3)

Von Thomas Waetke 7. März 2013

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, seine eigene Veranstaltung sicher zu machen. Wir haben in unserer neuen Serie „Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung mit der Qualifikation begonnen. Der Vorteil übrigens: Alle Bausteine helfen, die eigene Haftung zu reduzieren. Hier ein weiterer Baustein für Ihre sichere Veranstaltung:

Die Dokumentation

Kommt es zu einem Schaden bzw. erhebt jemand Ansprüche gegen Sie, müssen Sie möglicherweise beweisen, was Sie wann und wie getan haben und wer es ggf. bezeugen kann.

Unterschätzen Sie nicht die eigene Vergesslichkeit und vor allem die Vergesslichkeit von Zeugen! Viele wichtige Details verschwimmen mit der Zeit; auf die kann es aber vielleicht ankommen.

Auch wenn Sie im Auftrag für bspw. den Veranstalter tätig sind: Dokumentieren Sie Ihre Arbeiten.

Dokumentieren Sie auch das, was Sie nicht tun: Wenn Sie sich bspw. bewusst gegen eine Maßnahme entscheiden, schreiben Sie das auf.

Beachten Sie: Es gibt Fälle, in denen das Gesetz eine Dokumentation zwingend vorschreibt (z.B. im Arbeitsschutz, siehe § 6 ArbSchG).

Tipp von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

  • Machen Sie Verträge immer schriftlich.
  • Auch scheinbar unwichtige Nebenvereinbarungen sollten Sie stets schriftlich festhalten.
  • Das Mindeste ist, dass Sie alles für sich selbst aufschreiben. Idealerweise lassen Sie sich von Ihrem Vertragspartner das bestätigen.

Lesen Sie dazu unseren Beitrag zum Kaufmännischen Bestätigungsschreiben und zum Zugangsbeweis.

  • Notieren Sie, wann Sie mit wem worüber telefoniert und gesprochen haben.
  • Schaffen Sie eine Chronologie: Nehmen Sie Bezug auf das letzte Schreiben oder das gestern geführte Telefonat. So kann im Nachhinein immer nachvollzogen werden, was wann passiert ist.
  • Wenn Dritte bei einem Gespräch oder einem Unfall dabei sind, notieren Sie die Namen und Anschrift.
  • Lassen Sie sich von Zeugen aufschreiben, was die Zeugen gesehen haben: Auch die können das ja später mal vergessen. Lassen Sie sich eine Kopie von der Aufschrift geben.
  • Bewahren Sie die Dokumentation auf, und zwar mindestens 3 Jahre (so lange laufen die Verjährungsfristen).

Sie brauchen Unterstützung? Gerne beraten wir Sie und helfen Ihnen bei Ihrer Dokumentation und anderen Lösungen für eine (rechts-)sichere Veranstaltung. Sprechen Sie uns einfach an: info@schutt-waetke.de oder Telefon 0721 / 120 500.