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Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (Nr. 2)

Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (Nr. 2)

Von Thomas Waetke 26. Februar 2013

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, seine eigene Veranstaltung sicher zu machen. Wir haben in unserer neuen Serie „Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung mit der Qualifikation begonnen. Der Vorteil übrigens: Alle Bausteine helfen, die eigene Haftung zu reduzieren. Hier ein weiterer Baustein für Ihre sichere Veranstaltung:

Eine gute Organisation und klare Struktur. Schaffen Sie klare Verhältnisse. Wer ist für was zuständig?

Das hört sich einfacher an, als es manchmal ist: Legen Sie aber großen Wert auf Klarheit und Transparenz. Wenn Sie hierbei an Ihre Grenzen stoßen, sollten Sie nicht nur ernsthaft darüber nachdenken, ob Sie den Anforderungen einer Veranstaltung überhaupt gewachsen sind, sondern Sie sind verpflichtet, fachlichen Rat einzuholen.

Umgekehrt: Wenn aufgrund einer unklaren Struktur ein Schaden entsteht, haften alle Beteiligten gemeinsam, die Einfluss auf die Struktur hätten nehmen können.

Ein Beispiel: Bei einer Veranstaltung ist nicht eindeutig geregelt, wer Veranstaltungsleiter gemäß § 38 (M)VStättVO ist und es kommt zu einem Schadenseintritt, weil jeder dachte, der andere würde sich kümmern.

Auch der Geschäftsführer einer GmbH oder der Vorsitzende eines Vereins muss für klare Aufgabenzuweisungen sorgen. Nur dann hat er überhaupt die Chance, dass er im Schadensfall nicht auch persönlich haften muss.

Tipps:

  • Schreiben Sie auf, wer welche Aufgaben übernimmt.
  • Formulieren Sie die Aufgaben klar und unmissverständlich.
  • Sorgen Sie dafür, dass die anderen Beteiligten diesen Plan kennen.
  • Fragen Sie nach, ob der Beauftragte weiß, was er tun soll.
  • Prüfen Sie, ob der Beauftragte die Aufgabe fachgerecht durchführen kann. Im Arbeitsschutz spielt diese Prüfung eine wichtige Rolle: Nicht jedem Mitarbeiter ist jede Aufgabe zuzumuten.
  • Animieren Sie die anderen, Zweifel laut anzusprechen – jeder kann mal etwas übersehen und ist froh, wenn ein anderer etwas sagt.
  • Soweit möglich, verwenden Sie die korrekten Begriffe, die sich auch im Gesetz, in einer Verordnung usw. finden. Beispiel: Wenn Sie den Veranstaltungsleiter i.S.d. § 38 (M)VStättVO meinen, dann nennen Sie ihn auch so, und nicht etwa „Projektleiter“ o.Ä.

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