News + Aktuelles

aus dem Eventrecht
Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (Nr. 1)

Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung (Nr. 1)

Von Thomas Waetke 15. Februar 2013

Die derzeit viel diskutierte Veranstaltungssicherheit besteht nicht nur aus dem Sicherheitskonzept und Überlegungen zu Windlasten, Brandschutz oder Anzahl der Ordnungsdienstmitarbeiter usw., sondern kann durchaus auch weitgehend verstanden werden:

Veranstaltungssicherheit besteht aus vielen Bausteinen. Wir wollen hier in einer Serie einzelne Themen vorstellen, die für sich genommen teilweise einfach umsetzbar, teilweise günstig oder kostenlos sind und allesamt die Veranstaltung sicherer machen. Dass dadurch die Überlegungen zur organisatorischen und technischen Besuchersicherheit nicht ersetzt werden können, versteht sich von selbst. Aber auch die Überlegungen zur organisatorischen und technischen Besuchersicherheit alleine gewährleisten noch lange keine umfassende Veranstaltungssicherheit.

Wenn Sie Tipps und weitere Ideen haben, freuen wir uns über Ihre Zuschriften an info@eventfaq.de

Wir beginnen heute als Nr. 1 der Serie mit der Qualifikation.

Eine spezifische Aus-, Fort- und Weiterbildung ist schon einmal ein Grundstock für eine gute Arbeit. Wer einmal bspw. die Ausbildung zur/zum Veranstaltungskauffrau/-mann durchlaufen hat, darf sich aber nicht zurücklehnen. Neue Entwicklungen und Erfahrungen wollen erkannt und umgesetzt werden.

Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen führt auch dazu, dass man weitere Kolleginnen und Kollegen kennenlernt, das Netzwerk kann sich erweitern. In vielen Berufen ist eine regelmäßige Fortbildung Pflicht, um sich auf dem Laufenden zu halten.

Denken Sie daran: Die Feststellung „Ui, wusste ich gar nicht“ ist vor Gericht kein sonderlich positives Argument, das den Richter beeindrucken würde.

Ihre Veranstaltung können Sie nur dann wirtschaftlich erfolgreich und möglichst sicher durchführen, wenn Sie wissen, was Sie und Ihre Mitarbeiter und Dienstleister da tun. Ein gutes Bauchgefühl ist viel Wert, aber eben auch nicht alles. Schließlich haben Gesetze und Vorschriften nicht immer etwas mit Bauchgefühl zu tun.

Tipp:

  • Bilden Sie sich und Ihre Mitarbeiter regelmäßig fort.
  • Sorgen Sie, insbesondere auch bei Neueinstellungen, für eine qualifizierte Aus-, Fort- oder Weiterbildung.
  • Halten Sie Kontakt zu den anderen Teilnehmern und den Dozenten.
  • Lassen Sie sich Zeugnisse und Teilnahmebescheinigungen vorlegen (siehe hier).
  • Bewahren Sie die Nachweise über Fortbildungen (auch über solche Ihrer Mitarbeiter) auf.
  • Arbeiten Sie nur mit Dienstleistern zusammen, von denen Sie wissen, dass dort ebenfalls auf die Qualifikation Wert gelegt wird.
  • Halten Sie sich durch Lektüre von Fachzeitschriften und Fachinformationen auf dem Laufenden (bspw. durch das regelmäßige Lesen von eventfaq.de).

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):