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Think Tank „Compliance“ in Wuppertal und Köln

Think Tank „Compliance“ in Wuppertal und Köln

by 13. Juni 2016

Nach München zog der THINK TANK von maximice nun weiter nach Wuppertal und Köln. Auch hier durfte ich das Thema Compliance vorstellen: Auch wieder weniger aus der Sicht der Bestechung und Bestechlichkeit, sondern vielmehr auch neue Aspekte der „Enthaftung“. Erneut kam es zu großen Diskussionen um das Thema Arbeitszeit:

Sowohl in München, als auch Wuppertal und am Freitag dann auch in Köln waren sich alle Teilnehmer eigentlich „einig“, dass Arbeitszeiten bei Veranstaltungen nicht einzuhalten seien – bzw. es eben branchenüblich sei, die Vorgaben nicht einhalten zu können. Einerseits wollen die Kunden keine zusätzlichen Arbeitstage bzw. Personal zahlen, andererseits wird im Pitch eben oft derjenige ausgewählt, der (aus Sicht des Kunden) nicht unnötige Personalkosten produziert.

Der Haken: Derzeit kontrollieren die für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden eher nur oberflächlich bzw. bei einer konkreten Meldung. Damit aber hat derjenige einen erheblichen „Nachteil“ (im Wettbewerbssinne), den die Behörde auf dem Kieker hat. Die Wettbewerber machen weiter wie bisher, und man selbst steht nun unter verstärkter Beobachtung.
Es gibt aber kein Recht im Unrecht: Die gesetzlichen Arbeitsschutzvorschriften sind einzuhalten, egal ob eine Behörde zuguckt oder nicht. Faktisch macht das aber kaum einer, so dass zumindest ein wettbewerblicher Nachteil entsteht.

Helfen kann da entweder eine massive Aufstockung des Personals, oder die bereits wiederholt angesprochene Möglichkeit der Abmahnung – das könnte den Markt von innen heraus „bereinigen“.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Köln Think Tank: © Markus Lüthge - maximice.de