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aus dem Eventrecht

„Thessa“-Party eskaliert

Von Thomas Waetke 6. Juni 2011

Die derzeit vermutlich bekannteste Hamburgerin, die 16-Jährige Thessa, hatte via Facebook ihre Freunde zum Geburtstag einladen wollen. Dabei veröffentlichte sie aber aus Versehen die Party, und ca. 16.000 Facebook-Mitglieder kündigten ihr Kommen an.

Obwohl die Party abgesagt wurde, engagierte die Familie aus Angst vor Feierwütigen einen privaten Sicherheitsdienst. Auch die Hamburger Polizei sorgte vor und rückte mit fast 100 Polizeibeamten und einer Reiterstaffel an. Auch Polizeihunde waren im Einsatz, die Polizei stellte Gitter auf.

Ca. 1.500 Personen erschienen dann trotz Absage der Geburtstagsfeier in der Nähe von Thessas Zuhause. Nachdem die Ansammlung anfangs friedlich verlief, eskalierte sie später zusehends. Mehrere Zäune wurden niedergetrampelt, ein Gartenhäuschen und Mülleimer wurden in Brand gesteckt, Autos beschädigt und Glasflaschen und Pflastersteine wurden geworfen. Mehrere Personen wurden verletzt, elf Personen wurden u.a. wegen Sachbeschädigungen und Körperverletzungen festgenommen. Die ungebetenen Gäste waren teilweise erheblich alkoholisiert.

Derzeit prüft die Hamburger Behörde, wer die Kosten des Polizei- und Feuerwehreinsatzes tragen müssen. Nach derzeitigem Kenntnisstand bleiben die Kosten aber wohl beim Steuerzahler hängen.