News + Aktuelles

aus dem Eventrecht

Teurer Kinospaß

Von Thomas Waetke 26. Januar 2011

In einem Kino in Bremen ist ein Besucher verhaftet worden, der den Film mithilfe seiner privaten Kamera mitgefilmt hatte. Dumm nur: Im Kino saßen…

mehr als 20 Polizeibeamte, die nicht nur eingeschritten sind, sondern nun auch als Zeugen für ein Gerichtsverfahren zur Verfügung stehen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Kurz vorweg: Dümmer erging es nur einem Räuber-Duo, die einen Reisebus überfallen wollten und sich ungeschickterweise genau den Bus ausgesucht hatten, in dem Kripo-Beamte ihren Jahresausflug gemacht hatten…

Zurück zum Kino:

Es ist nicht erlaubt, einen Kinofilm auf Video aufzunehmen (§ 53 Absatz 7 UrhG). Es spielt dabei keine Rolle, ob der Videomitschnitt nur für private Zwecke erfolgen sollte – auch dann ist es verboten. Die Ausnahmeregelung des § 53 Abs. 1 UrhG betrifft nämlich nur bspw. das Herunterladen eines Musikstücks oder Fotos aus dem Internet für zu Hause. Die Videoaufnahmen sind aber ausdrücklich verboten.