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90/17 Test: Betonsperren weniger nützlich als gedacht

90/17 Test: Betonsperren weniger nützlich als gedacht

11. April 2017

Die in jüngster Zeit vermehrt eingesetzten Betonsperren zum Schutz bspw. von Großveranstaltungen halten einem Crash weit weniger stand als gedacht: In einem Test der Dekra im Auftrag des MDR-Fernsehmagazins Umschau konnte der eingesetzte LKW nahezu mühelos durch die Absperrung fahren.

Bei den eingesetzten Betonsperren handelte es sich nach MDR-Angaben um die schwersten mobilen Barrieren, die derzeit auf dem Markt vorhanden seien mit 0,8 x 0,8 x 1,6 Metern und einem Gewicht von 2,4 Tonnen. Als Testfahrzeug wurde ein LKW mit einem Gesamtgericht von 10 Tonnen eingesetzt, vergleichbar mit dem LKW, der bei dem Terroranschlag in Nizza gefahren wurde.

Aufgebaut wurden zwei Testszenerien, den anwesende Hersteller der Barrieren als repräsentativ beschrieben.

In einem Test wurden die Barrieren im Abstand von jeweils 1,5 Metern rechtwinklig zur Fahrbahn aufgestellt, der LKW fuhr mit 50 km/h dagegen. In einem zweiten Testversuch wurden die Barrieren im Abstand von 80 cm und in einem Winkel von 30 Grad zur Fahrbahn aufgestellt, auch hier fuhr der LKW mit 50 km/h dagegen.

In beiden Fällen wurde der LKW zwar beschädigt, konnte die Barrieren aber nahezu mühelos zur Seite schieben.

Die Tests würden zeigen, so anwesende Polizeivertreter, dass künftig mehr Mittel notwendig seien, um das Risiko weiter zu reduzieren.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • LKW-Sperre: © VRD - Fotolia.com