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aus dem Eventrecht

Telefonleitungen auf der Wiesn brechen zusammen

Von Thomas Waetke 19. September 2011

Bereits am ersten Wiesn-Wochenende sind die ersten Telefonverbindungen kollabiert, da offenbar doch mehr Besucher als gedacht SMS verschickt oder telefoniert haben.

Dabei hatten die Anbieter eigens für das Oktoberfest ein eigenes Mobilfunknetz installiert, das nach eigenen Angaben eine Stadt wie Nürnberg versorgen könne. Offenbar ist Nürnberg im Vergleich zum Oktoberfest dann doch etwas weniger „mobilfunkgeil“…

Die Auslastung des Mobilfunknetzes spielt auch eine Rolle im Katastrophenfall: Wenn es zu einem größeren Unfall kommt, wollen nicht nur Besucher nach Hause telefonieren, sondern auch die Zurückgebliebenen wollen die Besucher erreichen um zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Hinzu kommen die Telefongespräche der Einsatzkräfte, die ebenfalls teilweise über die Mobilfunknetze abgewickelt werden. Sind die aber überlastet, werden auch die Telefonversuche der Polizei oder Rettungskräfte nicht weitergeleitet. Hierfür können Polizei und Rettungskräfte aber im Vorfeld bei den Mobilfunkanbietern eine so genannte Vorrangschaltung vereinbaren, so dass immer zuerst die freigegebenen Handynummer der Einsatzkräfte durchgeschleift werden, bevor ein Besucher telefonieren kann.

In Katastrophenfällen sind übrigens Hobbyfunker verpflichtet, Hilfe zu leisten, in dem sie ihre Frequenzen übergeben bzw. Funknachrichten weiterleiten.

Bei Großveranstaltungen ist aber für den Veranstalter im Rahmen eines Sicherheitskonzepts unabdingbar, sich auch auf dieses Thema vorzubereiten und in Abstimmung mit der Polizei und den Rettungskräften Maßnahmen zu treffen.