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aus dem Eventrecht

Sturm Xynthia und Aufgaben des Veranstalters

Von Thomas Waetke 1. März 2010

Immer wieder sorgen starke Unwetter für Schwierigkeiten bei Veranstaltungen, das ist nichts Neues. Leider auch nicht neu ist, dass viele Veranstalter immer noch nicht verstanden haben, dass sie sich um die Sicherheit ihrer Besucher kümmern müssen. In trauriger Regelmäßigkeit kommt es zu Todesfällen und Verletzten durch Sturm und Unwetter. Das jüngste Sturmtief war rechtzeitig angekündigt; trotzdem waren viele Veranstaltungen betroffen, so auch diverse Fußballspiele. Ohne auf die spielerischen qualitäten des Karlsruher SC einzugehen, auch beim KSC fand ein 2.-Liga-Spiel während des Sturms statt. Der Stadionsprecher hatte die Besucher wiederholt aufgefordert, in der Pause in den Blöcken zu bleiben und das Stadion nicht zu verlassen. Das war sicher eine gute Idee, denn auf den Parkplätzen wurden mehrere Bäume entwurzelt und Fahrzeuge beschädigt. Das Foto eines fast zweigeteilten Polizei-Busses vor dem KSC-Stadion hat es immerhin in diverse Online-Nachrichten geschafft.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Wie heißt es: Der Veranstalter muss das Zumutbare und Erforderliche tun, um seine Besucher zu schützen. Dazu gehört auch, insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen, das Wetter im Auge zu behalten, die Vorhersagen zu beobachten und entsprechende Maßnahmen vorzubereiten. Notfalls muss die Veranstaltung vorher abgesagt werden. Der Verantwortliche muss hierzu auch im Vorfeld seine Mitarbeiter und Dienstleister besonders instruieren, damit bspw. alles sturmfest verankert und befestigt wird, da immer wieder Besucher von umherfliegenden Gegenständen verletzt wurden.