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Stundenlohn kann Indiz für Scheinselbständigkeit sein

Stundenlohn kann Indiz für Scheinselbständigkeit sein

Von Thomas Waetke 3. August 2018

Die Scheinselbständigkeit ist das berühmte Damoklesschwer für alle Auftraggeber, die Freie Mitarbeiter beauftragen. Nun hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen einen Fall entschieden, den ich zum Anlass nehmen möchte, auf ein typisches Problem aufmerksam zu machen:

Wenn der Freie Mitarbeiter nach Zeitaufwand bezahlt wird, also nach geleisteten Stunden, dann ist das ein wichtiges Indiz für eine Scheinselbständigkeit.

Denn: Ein Kriterium für die Scheinselbständigkeit ist die Tatsache, dass der “Freie” kein eigenes unternehmertypisches wirtschaftliches Risiko trägt.

Und eben eine Abrechnung nach geleisteten Stunden führt dazu, dass der Freie seinen tatsächlichen Aufwand bezahlt bekommt. Daher ist eine Abrechnung nach Zeitaufwand ein Indiz (von vielen) für eine Scheinselbständigkeit!

Besser wäre also die Vereinbarung von Pauschalen. Aber je weniger der Freie Mitarbeiter ein unternehmertypisches Risiko trägt, desto näher liegt die Bejahung der Scheinselbständigkeit.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Geldscheine in die Hand legen: © zest_marina - Fotolia.com