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aus dem Eventrecht

Studentin köpft sich beim Kartfahren

Von Thomas Waetke 7. Februar 2013

Beim Kartfahren ist am Mittwoch eine Studentin in Adapazarı (türkei) tödlich verunglückt, als sie die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte und mit dem Auto in die Sicherheitsabsperrungen raste. Dass sie offenbar den Gurt versehentlich um den Hals, und nicht um Brust und Bauch gelegt hatte, wurde ihr zum Verhängnis, da sie sich damit selbst enthauptet hatte.

Umstehende Zuschauer und Freunde der Verunglückten erlitten einen Schock und mussten medizinisch versorgt werden.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Hier könnte sich die Frage stellen, ob der Betreiber der Kartbahn seinen Aufsichtspflichten nachgekommen ist: Hätte er verhindern können und müssen, dass die Studentin mit dem Gurt um den Hals fährt? Oder fällt das in das Eigenrisiko der Studentin, die eigentlich hätte merken müssen, dass man einen Sicherheitsgurt sich nicht um den Hals legt?

Das hängt vom Einzelfall ab: Hat die Studentin den Sitz des Gurtes während der Fahrt verändert? Oder hatte es (k)eine Einweisung vor dem Start gegeben, wie das Auto zu bedienen und der Gurt anzulegen ist?

Im Regelfall kann ein Veranstalter von einem so genannten „durchschnittlich sorgfältigen und aufmerksamen“ Besucher bzw. Teilnehmer ausgehen. Einem Erwachsenen muss man also nicht alles erklären, was er sich eigentlich auch vernünftigerweise selbst denken kann.

Bei einem Sport wie Kartfahren allerdings gehört grundsätzlich eine Einweisung dazu, da die Geschwindigkeit und die Fliehkräfte  eines solchen Fahrzeuges sicherlich von Neulingen unterschätzt wird.