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aus dem Eventrecht

Strengere Sicherheitsregeln auf Kreuzfahrtschiffen

Von Thomas Waetke 24. April 2012

Nach dem Unglück der Costa Concordia vor der italienischen Küste, bei dem im Januar 30 Personen ertrunken sind, mühen sich EU und Verband im Aufstellen neuer Regelwerke.

Der für Kreuzfahrten zuständige EU-Kommissar Siim Kallas hat angekündigt, zum Jahresende neue Vorschriften für die Sicherheit von Passagieren einzuführen. Dazu wolle er aber noch die Ergebnisse der Untersuchungen aus dem Unglück mit der Costa Concordia.

Währenddessen beeilt sich der Verband European Cruise Council zu verkünden, dass man strengere Sicherheitsregeln einführen wolle. Ein Unglück wie das der Costa Concordia dürfe „niemals wieder“ passieren. So solle die Ausbildung der Besatzungsmitglieder verbessert werden, in Krisensituationen soll nur noch bestimmtes Personal auf die Brücke zugelassen werden dürfen. Außerdem soll es mehr Sicherheitswesten an Bord geben als Passagiere.

Der EU-Kommissar geht in den Überlegungen noch weiter und denkt an andere Materialien, die die Schiffsbauer einsetzen müssten.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

In einem Fernsehbericht nach dem Unglück der Costa Concordia ging es jüngst darum, dass die Sicherheits-Schotts, die ein Überfluten benachbarter Sektionen verhindern sollen, regelmäßig offen stehen bleiben, da ein Schließen und Öffnen zu lange dauere und die Mannschaftsmitglieder nicht so lange warten könnten.

Man stelle sich vor: Es gibt Sicherheitseinrichtungen, und keiner nutzt sie…

Die besten Vorschriften und technische Sicherheitsvorkehrungen helfen nichts, wenn sich der verantwortliche Mensch aus Bequemlichkeit oder Spargründen darüber hinwegsetzt.