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aus dem Eventrecht

Steuerliche Änderung bei Sportevents in Vereinen

Von Thomas Waetke 1. März 2013

Mit Wirkung vom 01.01.2013 hat der Bundestag im Februar beschlossen, die so genannte Zweckbetriebsgrenze von 35.000 Euro auf 45.000 Euro anzuheben (§ 67a Abgabenordnung neu). Dieser Wert darf nicht mit der Freigrenze im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verwechselt werden; diese bleibt bei 35.000 Euro bestehen.

Diese Neuregelung ist für Vereine relevant, die Sportveranstaltungen ausrichten: Bei einer sportlichen Veranstaltung in diesem Sinne wird bei einem steuerbegünstigten Verein („gemeinnützig“) die sportliche Betätigung entweder dem ideelen Bereich, dem Zweckbetrieb oder dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Wie alle Einnahmen eines Vereines auch müssen auch die Einnahmen aus Sportveranstaltungen diesen Bereichen sowie der Vermögensverwaltung zugeordnet werden.

Zum ideelen Bereich gehören bspw. Mitgliedbeiträge, Erbschaften oder Spenden. Diese Einnahmen werden nicht besteuert.

Steuerpflichtig ist dagegen der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb (dies sind Leistungen des Vereins, die einem Einzelinteresse eines Mitgliedes dienen), allerdings mit der Freigrenze von 35.000 Euro. Auch der Zweckbetrieb ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, sofern er nicht unter die Ausnahmen der § 65 bis § 68 Abgabenordnung fällt: Dann ist der Zweckbetrieb nämlich auch steuerprivilegiert. Dort nun wurde die Grenze auf 45.000 Euro im Jahr angehoben.

Bei den Sportveranstaltungen gibt es verschiedene Optionen für den Verein, die sich erheblich auf die Besteuerung auswirken können; es ist zu empfehlen, hierzu fachlichen Rat einzuholen.

Lesen Sie zum Steuerrecht im Verein auch unseren Beitrag Verkauf von Karnevalsorden köroerschaftsteuerpflichtig.