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aus dem Eventrecht

3/10 Starbucks verletzt Urheberrechte

Von Thomas Waetke 8. Januar 2010

Die US-amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks hat sich verpflichtet, an das mexikanische Institut für Anthropologie und Geschichte Schadenersatz wegen der Verletzung von Urheberrechten zu zahlen. Hintergrund ist, dass Starbucks Azteken-Motive auf sein Geschirr aufgebracht hat, ohne die dafür erforderlichen Lizenzen zu haben. Die Lizenzrechte an eben diesen Motiven liegen bei dem mexikanischen Institut.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Fremde Urheberrechte zu verletzen, war noch nicht billig. Nach deutschem Recht ist ein Werk dann urheberrechtlich geschützt, wenn es eine gewisse “Schöpfungshöhe” erreicht hat. Dann hat der Werkschöpfer umfassende Rechte an diesem Werk, er darf bspw. bestimmen, wer es wie nutzen darf. Nur in seltenen Fällen gibt es gesetzliche Ausnahmen (“Schranken”), bei denen das Werk ohne Erlaubnis des Urhebers genutzt werden darf.

Verletzt jemand die Rechte des Urhebers, nutzt er also das Werk ohne Erlaubnis, kann der Urheber grundsätzlich Unterlassung, Beseitigung, Auskunft und Schadenersatz verlangen.