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aus dem Eventrecht

Schweiz: Stagediver verunglückt tödlich

Von Thomas Waetke 29. Januar 2014

Bei einem Konzert in Solothurn (Schweiz) ist am Mittwoch vergangener Woche ein 28-jähriger Besucher von der Bühne ins Publikum gesprungen. Bei seinem „stagediving“ schlug er auf dem Boden auf, und wollte zunächst noch weiter tanzen. Das Sanitätspersonal brachte ihn aber dennoch in ein Krankenhaus, wo er zwei Tage später seinen Verletzungen erlag.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke

Grundsätzlich ist derjenige selbst für sich verantwortlich, der sich selbst in Gefahr bringt. Dass das Springen von einer Bühne nicht gerade zum normalen Lebensrisiko gehört, sondern das Risiko steigert, dürfte dem durchschnittlich aufmerksamen Konzertbesucher nicht entgangen sein. Zudem ist dieses Risiko ohne weiteres erkennbar für den Besucher, und auch beherrschbar (= er müsste ja nicht springen). Damit ist auch grundsätzlich der Veranstalter nicht verkehrssicherungspflichtig.

Anders kann das natürlich sein, wenn der Veranstalter Besucher auf die Bühne klettern lässt: Das muss er entweder versuchen zu verhindern, oder wenn er sie auf die Bühne sogar aktiv holt, müsste er versuchen zu verhindern, dass sie herunter springen.