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aus dem Eventrecht

Staatsanwalt ermittelt gegen 16 Verdächtige

Von Thomas Waetke 18. Januar 2011

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat ca. 6 Monaten nach dem Unglück bei der Lovaparade in Duisburg mitgeteilt, dass nunmehr gegen 16 Personen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt werde.

Bisher wurde das Verfahren gegen Unbekannt geführt. Die Staatsanwaltschaft vernahm über 2.200 Zeugen und wertete große Mengen von Foto- und Videomaterial aus. Bei den 16 Beschuldigten handele es sich um Mitarbeiter der Stadt Duisburg, des Veranstalter Lopavent GmbH und der Polizei, so die Staatsanwaltschaft. Konkrete Namen wurden noch nicht genannt.

Auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass gegen den Duisburger Oberbürgermeister Sauerland und den Geschäftsführer der Lopavent GmbH derzeit offenbar nicht ermittelt wird. Die Gründe dafür sind unbekannt.

Eine Vorverurteilung gegen die 16 Personen ist das nicht. Letztlich ermittelt eine Staatsanwaltschaft immer erst einmal so lange „gegen Unbekannt“, bis potentielle Täter identifiziert sind. Dann konkretisiert sich das weitere Ermittlungsverfahren auf diese Personen – die Staatsanwaltschaft kann aber immer noch diese Verfahren einstellen, wenn sie im weiteren Verlauf der Ermittlungen feststellt, dass ein Tatverdacht nicht erhärtet werden kann. Ebenso kann sie die Ermittlungen gegen weitere, derzeit noch unbekannte Personen aufnehmen.