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aus dem Eventrecht

Sicherheit kostet nicht nur

Von Thomas Waetke 17. September 2013

Man könnte ja denken „Sicherheit“ verursache nur Kosten. Abgesehen davon, dass man mit dem gebotenen Maß an Sicherheit auch seine rechtlichen (Mindest-)Pflichten erfüllt, kann sich eine Sicherheitsmaßnahme aber auch durchaus wirtschaftlich lohnen.

Ein Beispiel ist der „zufriedene Besucher“. Ein zufriedener und entspannter Besucher ist ebenfalls ein Baustein der Veranstaltungssicherheit (er zettelt weniger Unfrieden und Ärger an, er nimmt Hinweise des Veranstalters ernster usw.). Dies kann man bspw. durch eine gute Logistik, kurze Wege und kurze Wartezeiten erreichen. Dies kostet allerdings erstmal Geld: Für eine gute Logistik ist Hirnschmalz erforderlich, außerdem ggf. beleuchtete Schilder, für kurze Wartenzeiten ist mehr Personal erforderlich usw.

Aber: Ein zufriedener Besucher wird auch mehr konsumieren: Er kauft sich noch Getränke und Speisen, die er vielleicht sonst nicht gekauft hätte. Er kommt bei einer Folgeveranstaltung wieder, und erzählt anderen von der Veranstaltung.

Es gibt also genug Grund, sich mit dem Thema Sicherheit auseinanderzusetzen. Das bedeutet aber, wie man am Beispiel des zufriedenen Besuchers sehen kann, auch, dass dies bereits von Beginn der Planungen an erfolgen muss. Sicherheit lässt sich nur schwieriger und auch kostenintensiver auf eine bereits fertig konzipierte Veranstaltung darüber stülpen, als wenn man bereits von Anfang an das Thema berücksichtigt.

Und, damit das nicht vergessen wird: Vielfach gibt es gar nichts zu diskutieren, ob man das gerne hätte oder nicht: Findet sich eine Vorgabe im Gesetz, hat man sich daran zu halten – und zwar auch dann, wenn es den Coolness- und Hippness-Faktor der Veranstaltung beeinträchtigt.