News + Aktuelles

aus dem Eventrecht

Security zu Geldstrafe verurteilt

Von Thomas Waetke 9. Mai 2011

In Schwabmünchen (Bayern) wurde ein Ordnungsdienstmitarbeiter wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt.

Der Security hatte einen minderjährigen Besucher unsanft nach draußen befördert, als dieser sich sein Armbändchen entfernt hatte, das ihn als minderjährig kennzeichnen sollte, um damit an Alkohol an der Bar zu kommen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Hier ging es um die strafrechtliche Verantwortung des Täters. Da der verletzte Besucher auch eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste und fast zwei Wochen arbeitsunfähig krankgeschrieben war, drohen dem Security und dem Veranstalter nun auch zivilrechtliche Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Der verletzte Besucher kann dabei den Security direkt in Anspruch nehmen (siehe § 823 Abs. 1 BGB). Daneben kann er auch den Betreiber bzw. Veranstalter in Anspruch nehmen, da der Security insoweit als Gehilfe tätig war (siehe § 831 BGB).

Natürlich kann er das Geld nur einmal in voller Höhe verlangen, aber er kann beide verklagen oder sich einen heraussuchen und alleine verklagen. Sollte der Betreiber bzw. Veranstalter zur Zahlung verurteilt werden, hätte dieser ggf. im Innenverhältnis zum Security einen Regressanspruch.