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63/18 Schweiz: Ticketschwarzhandel soll politisch bekämpft werden

63/18 Schweiz: Ticketschwarzhandel soll politisch bekämpft werden

12. März 2018

Die Schweizer Politik soll sich mit dem Ticket-Schwarzhandel beschäftigen. Das ist ein Ergebnis der Iniative „engage.ch„, auf dem junge Schweizerinnen und Schweizer Themen angeben konnten, die für sie wichtig sind. Tatsächlich floriert auch in der Schweiz der Schwarzhandel: Tickets werden über inoffizielle und offizielle Wiederverkaufsplattformen zu teilweise horrenden Preisen verkauft.

Auch hier in Deutschland ist der Schwarzmarkt für viele Veranstalter ein Ärgernis: Professionelle Aufkäufer kaufen massenhaft Tickets auf und verkaufen sie dann mit hohen Aufschlägen weiter: Bei den vielen Fans können sie gewiss sein, dass diese auch viel Geld ausgeben, um an die begehrten Tickets zu kommen. Das Phänomen zeigt sich auch bei Open Air-Veranstaltungen mit Eintrittspreise im einstelligen Bereich: Diese Tickets finden sich dann zu um die 100 Euro plötzlich im Wiederverkauf.

AGB-rechtlich (zum Begriff „AGB“ siehe hier) ist das Verbot des Wiederverkaufs gar nicht so einfach zu verhindern: Denn grundsätzlich soll man mit seinem Eigentum ja machen können, was man möchte. Und tatsächlich kann es oft Sinn machen, dass jemand sein Ticket weiterverkaufen kann, bspw. wenn er selbst die Veranstaltung nicht wie geplant besuchen kann.

Der Suchmaschinengigant Google hat bereits reagiert:

328/17 Google schränkt Werbemöglichkeit für Ticket-Zweitverkäufer ein

 

Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und der Herausgeber und Autor hier auf eventfaq.de

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Ticket-Rolle: © pixelrobot - Fotolia.com