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Scheinselbständigkeit eines Veranstaltungstechnikers?

Scheinselbständigkeit eines Veranstaltungstechnikers?

by 25. Juni 2019

Ein junger Mann macht seine Ausbildung in einem Unternehmen für Veranstaltungstechnik. Nach seiner Ausbildung gründet er eine eigene Firma, beschafft sich Equipment, das er in seiner privaten Garage lagert, und bekommt von der Arbeitsagentur einen Existenzgründerzuschuss.

Sein Ausbildungsbetrieb beauftragt ihn nun wiederholt für einzelne Veranstaltungen – bei einer Prüfung kommt die Rentenversicherung zu dem Schluss, dass der Mann tatsächlich gar nicht selbständig sein soll, sondern scheinselbständig.

Solcherlei Geschichten passieren immer wieder, und immer wieder stellt sich die Frage der Abgrenzung.

Der Umstand, dass nach der Ausbildung in die Selbständigkeit gewechselt wird, ist kein Indiz für die Scheinselbständigkeit: Denn das ist nicht unüblich. Anders wäre es, wenn ein angestellter Veranstaltungstechniker jahrelang im Betrieb arbeitet, der Betrieb baut dann Stellen ab, und der ehemals angestellte Techniker macht sich nun selbständig – und wird nun wieder von seinem alten Betrieb beauftragt. Wenn es jetzt genauso weitergeht wie bisher – nur unter der Falle “jetzt selbständig” – dann kann man natürlich misstrauisch werden.

D.h.: Wenn ein ehemaliger Arbeitnehmer künftig als Selbständiger für das Unternehmen auftragsabhängig arbeiten soll, dann muss man umso mehr darauf achten, nicht genauso weiter zu machen wie früher!

Weitere Details finden Sie auf unserer Sonderseite zur Selbständigkeit.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Schein Kranz über dem Kopf: © lassedesignen - Fotolia.com