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Schausteller: Volksfeste und Märkte dürfen keine Festungen werden

Schausteller: Volksfeste und Märkte dürfen keine Festungen werden

Von Thomas Waetke 20. November 2017

Am 16. und 17. November 2017 fand in Karlsruhe die 182. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes statt. Die Hauptvorstandssitzung ist eine Nachlese der Volksfestsaison und dient dazu, Probleme des Berufsstandes zu erörtern.

Ein Thema war die Sicherheit auf Volksfesten und Märkten. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und Terrorabwehr machten den Verbänden und Schaustellern zu schaffen, so ein Ergebnis. „Wir sind angreifbar und verletzlich – doch wir dürfen uns nicht die freie Art wie wir feiern nehmen lassen. Wir müssen weitermachen“, so Albert Ritter, Präsident des DSB. „Wir haben eine Zäsur erlebt, die uns die Verletzbarkeit solcher Veranstaltungen vor Augen geführt hat“, ergänzte der Hauptgeschäftsführer des DSB, Frank Hakelberg.

Die Aufgabe der Terrorabwehr sei eine hoheitliche Aufgabe; man befürchte, dass Städte und Gemeinden die Kosten durch erhöhte Standgelder auf die Schausteller umlegen würde, einige Städte und Gemeinden hätten dies bereits angekündigt. „Wir können mit der Finanzierung dieser Kosten nicht alleine dastehen“, so DSB-Präsident Ritter.

Der DSB hat hierzu bereits mit dem Bundesinnenmisterium und dem Innenministerium NRW Gespräche geführt; seitens des Bundesinnenministeriums wurde auf die Zuständigkeit der Landesinnenministerien verwiesen, man wolle aber den Punkt der Kostentragung bei der Terrorabwehr auf die Agenda der nächsten Innenministerkonferenz setzen, die im Dezember in Leipzig stattfindet.

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  • Karussell im gelben Licht: © Thaut Images - Fotolia.com