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Risiken bei Hüpfburgen und Sportanlagen

Risiken bei Hüpfburgen und Sportanlagen

Von Thomas Waetke 14. Mai 2019

Auf so manchen Veranstaltungen finden sich Spielgeräte oder Anlagen für Fun, Spaß und Action. In diesem Beitrag erläutere ich das Thema Verantwortlichkeit für eben solche “Anlagen”.

Ganz allgemein:

Der Veranstalter muss Besucher vor Gefahren zu schützen, die über das übliche Risiko bei der Anlagenbenutzung hinausgehen, vom Anlagenbenutzer nicht vorhersehbar bzw. nicht ohne weiteres erkennbar sind.

Die Intensität dieser Pflicht richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, insbesondere nach Größe und Ausmaß nicht jeder abstrakten Gefahr durch begegnet werden muss, Verkehrssicherheit, die jeden Gefährdungsfall ausschließt, nicht erreichbar ist.

Beispiel: Hüpfburg für Kinder

Gerade Kinder und Jugendliche sind durch geeignete Maßnahmen vor den Folgen ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit bei der Benutzung von der Gefahr. Die Einhaltung dieser Vorsichtsmaßnahmen ist zu überwachen und durchzusetzen.

Bei einer Hüpfburg muss der Veranstalter dafür sorgen, dass entsprechend instruiertes und sensibilisiertes Aufsichtspersonal eingesetzt wird, da die Benutzung mit einer Vielzahl von Gefahren für die auf ihr spielenden Kinder verbunden ist. Er muss bedenken, dass die Kinder unbesonnen auf der Hüpfburg herumspringen und sich dabei gegenseitig verletzen oder bei Streitereien aneinander geraten können. Unter Umständen kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Kinder auf die Umrandung klettern, dort den Halt verlieren und auf den Boden fallen.

Der Veranstalter muss auch gewährleisten, dass sein eingesetztes Personal, das für die Sicherheit zuständig ist, nicht abgelenkt wird – bspw. um die zur Benutzung der Hüpfburg berechtigenden Bons einzusammeln.

Beispiel: Gefährliche Anlage für Erwachsene

Der Veranstalter muss aber auch geeignete Maßnahmen ergreifen, wenn nur Erwachsene seine Anlage nutzen dürften. Anders als bei Kindern kommt hier als Maßnahme auch eine Beschilderung in Betracht. Dann aber muss der Gefahrenhinweis auf dem Schild unmissverständlich sein: Ist die Benutzung lebensgefährlich, muss der Nutzer das auch wissen, so dass er sich ggf. gegen die Benutzung entscheiden könnte. Diese Entscheidung kann er aber nur treffen, wenn er konkret weiß, was auf ihn zukommt.

Lesen Sie dazu meinen Beitrag zum Trampolinspringen:

https://eventfaq.de/hinweisschild-aufklaerung-ueber-besondere-risiken/

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