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aus dem Eventrecht
Reisebüro nicht zwingend Reiseveranstalter

Reisebüro nicht zwingend Reiseveranstalter

Von Thomas Waetke 30. September 2010

Ein Reisebüro, das auf Wunsch des Kunden einzelne Reiseleistungen verschiedener Leistungserbringer zu einer individuellen Reise zusammenstellt, ist nicht zwingend auch Reiseveranstalter, so der Bundesgerichtshof (kurz: BGH) heute. Dieses Urteil hat durchaus Auswirkungen auch auf die Eventbranche, insbesondere den Incentive-Bereich.

Die Beteiligten:

  • Ein Reiseveranstalter bietet zwei oder mehrere Hauptreiseleistungen zu einem Pauschalpreis an und verspricht die Reise im eigenen Namen zu erbringen. Dabei darf er sich Gehilfen bedienen.
  • Daneben gibt es den Reisevermittler, der den Kunden unterstützt und den Reisevertrag (siehe ab § 651 a BGB) zwischen Reisendem und Reiseveranstalter vermittelt.
  • Auch ein Reisebüro kann Vermittler sein oder auch selbst als Veranstalter auftreten.

Auch Incentives können Reisen im Sinne des Reiserechts sein, so kann auch die Incentive-Agentur theoretisch Reiseveranstalter sein. Der Reiseveranstalter muss u.a. folgende Vorschriften beachten bzw. der Reisende hat hieraus ggf. Ansprüche gegen den Reiseveranstalter:

  1. Informationspflichten des Reiseveranstalters
  2. Fluggastverordnung
  3. Pauschalreise-Richtlinie der EU
  4. Minderung
  5. Kündigung wegen Mangels
  6. Schadenersatz

Bitte beachten: Seit 2018 gibt es ein neues Reiserecht »

 

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