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Registrierkassen: Vereine machen mobil

Registrierkassen: Vereine machen mobil

Von Thomas Waetke 27. April 2016

In Österreich gibt es Streit um die Registrierkassenpflicht. Unternehmen (auch Vereine), die mehr als 15.000 Euro Jahresumsatz und dabei auch mehr als 7.500 Euro Barumsatz machen, müssen künftig ihre Umsätze mithilfe einer Registrierkasse erfassen. Damit soll Steuerbetrug bekämpft werden.

Da von der Regelung auch Vereine mit ihren Vereinsfesten erfasst sind, regt sich nun Unmut. Verbandsvertreter fordern Änderungen der Vorschriften, und betonen die Gefahren für das gesellschaftlich wichtige Vereinsleben. Ehrenamtliche Helfer würden pauschal kriminilaisiert. Es sei ohnehin schon schwierig, ehrenamtliche Helfer zu finden, die man nun noch in die Bedienung der Kassen einarbeiten müssen zudem kämen die Anschaffungskosten dazu. Daher hat sich ein breites Bündnis aus Vereinsvertretern gebildet, das die Änderungen durchsetzen will. Insbesondere soll es mehr Ausnahmen für Vereinsfeste geben

Dagegen machen nun aber auch die Wirten Stimmung: es könne nicht sein, dass die Vereine mit ihren Festen den Gasthäusern die Umsätze kaputt machen würden, so die Vertreter der Gastronomie. Während es immer mehr Vereine gebe, gebe es umgekehrt immer weniger Gasthäuser.

Regelungen in Deutschland?

Auch in Deutschland gibt es eine Art „Registrierkassenpflicht“:

Das deutsche Bundesfinanzministerium hat mit seinem Schreiben vom 26.11.2010 eine Frist auf den 31.12.2016 gesetzt: Bis dahin müsse alle vor dem 26.11.2010 bereits in Betrieb befindliche Kassensysteme aufgerüstet werden. Auf neue Kassensysteme findet die Ausnahmeregelung keine Anwendung.

Wer keine solche Kasse hat, muss vorerst gar nichts tun: Die sog. offenen Ladenkassen (ohne elektronische Aufzeichnungsmöglichkeiten) können weiterhin genutzt werden. Hier bleibt es „nur“ bei den bisherigen Aufzeichnungspflichten.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Kleingeld in Kasse: © Guido Grochowski - Fotolia.com