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Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung

Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung

Von Thomas Waetke 19. Oktober 2010

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (kurz: BAuA) hat den neuen „Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung“ herausgegeben.

Er basiert auf aktuellen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen, vermittelt branchenunabhängig Grundwissen und stellt konkrete Handlungshilfen für den betrieblichen Arbeitsschutz zur Verfügung und richtet sich an Arbeitsschutzfachleute, die den Arbeitgeber bei der Planung und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 und § 6 ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz) unterstützen, so die BAuA. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetpräsenz der BAuA (hier klicken).

Der Arbeitgeber ist für den Arbeitsschutz verantwortlich. Die Grundlagen des Arbeitsschutzes ergeben sich insbesondere aus dem Arbeitsschutzgesetz (kurz: ArbSchG). Hiernach muss der Arbeitgeber…

  1. eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen (§ 5 ArbSchG),
  2. Maßnahmen zum Gesundheitsschutz durchführen (§ 3 ArbSchG),
  3. diese dokumentieren (§ 6 ArbSchG) und
  4. seine Mitarbeiter in die Maßnahmen einweisen (§ 12 ArbSchG).

Verstöße gegen den Arbeitsschutz sind Ordnungswidrigkeiten – selbst wenn dem Arbeitnehmer gar nichts passiert ist! Kann ein Verstoß die Gesundheit des Arbeitnehmers gefährden, dann macht sich der Arbeitgeber sogar strafbar – selbst wenn nichts passiert ist!

Neben dem gesetzlichen Arbeitsschutz gibt es noch die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften. Hierzu gibt es eine Vielzahl von BG-Vorschriften, BG-Regeln und BG-Informationen. Wenn der Arbeitgeber diese nicht beachtet, hat das solange keine Konsequenzen, wie auch nichts passiert. Kommt allerdings ein Arbeitnehmer wegen Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften zu Schaden, dann wird dem Arbeitgeber zumindest fahrlässiges Handeln unterstellt bzw. er muss beweisen, dass der Schaden auch anderweitig eingetreten wäre bzw. er den Unfallverhütungsvorschriften gleichwertige Maßnahmen getroffen hatte.

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