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aus dem Eventrecht

Rammstein vs. Dortmund

Von Thomas Waetke 24. Februar 2012

Die Band Rammstein hat die Stadt Dortmund verklagt: Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geht es um die Frage, ob die Stadt Dortmund der Band verbieten durfte, bei einem Auftritt im Februar 2010 in der Dortmunder Westfalenhalle den Song „Ich tu dir weh“ zu spielen.

Das Ordnungsamt hatte mit einer Geldbuße von 10.000 Euro pro Aufführung eines indizierten Songs gedroht. Außerdem durfte die Band CD´s mit dem aktuellen Album nicht verkaufen.

Ende 2009 war das Album „Liebe ist für alle da“ von der Prüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden. Das Label klagte dagegen erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Köln, das im Oktober 2011 die Indizierung für unrechtmäßig erklärt hatte. Die Prüfstelle habe nicht ordnungsgemäß zwischen der Jugendgefährdung einerseits und der verfassungsrechtlich garantierten Kunstfreiheit der Band abgewogen.

Sollte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen das damalige Spiel- und Verkaufsverbot für rechtswidrig erklären, könnte die Band Schadenersatzansprüche aufgrund der weniger verkauften Platten geltend machen.