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Psychische Belastung am Arbeitsplatz

Psychische Belastung am Arbeitsplatz

Von Thomas Waetke 30. Januar 2019

Inwieweit muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer, der Veranstaltungen plant und durchführt, vor psychischen Beeinträchtigungen schützen?

Ein paar Beispiele:

  • Der Mitarbeiter steht unter Zeitdruck.
  • Dem Mitarbeiter stehen wenige Ressourcen (Personal, Geld, Material) zur Verfügung.
  • Der Mitarbeiter erkennt Gefahren, kann diese aber (bsw. mangels Geld oder Zeit) nicht ausreichend beseitigen.
  • Die eingesetzten Mitarbeiter verfügen über nicht ausreichend Fachwissen, um beurteilen zu können, was richtig und falsch ist.
  • Die Verantwortung des Mitarbeiters ist außerordentlich hoch.

Der Gesetzgeber hat psychische Belastungen als Gesundheitsrisiken erkannt und entsprechende Pflichten für den Arbeitgeber normiert. So sieht § 5 Arbeitsschutzgesetz eine Gefährdungsbeurteilung speziell in diese Richtung vor:

Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

  • unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
  • psychische Belastungen bei der Arbeit.

Dementsprechend sind Arbeitgeber aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz ihrer Beschäftigten zu treffen, z.B.

  • durch Schulungen, Ausbildung, Fortbildung,
  • in dem sie ausreichende Ressourcen zur Verfügung stellen,
  • oder auch schlicht „Rückendeckung bieten“ bei schwierigen Entscheidungen.

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft stellt dazu eine Handlungshilfe für die betriebliche Praxis zur Verfügung: „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“. Sie liefert Basisinhalte zur Ermittlung und Bewertung der psychischen Belastung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung.

Download der Handlungshilfe als pdf

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Katze hat Maus im Visier: © zsv3207 - Fotolia.com